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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Englandreise des Q 12 Englischseminars vom 15. bis 19. September 2011: Studienfahrt nach London

En­g­land­rei­se der Q 11 vom 20. bis 27. Ju­li 2011

Gym­na­sias­ten ge­wan­nen in­ter­es­san­te geo­gra­phi­sche und kul­tu­rel­le Er­kennt­nis­se Bad Kötz­ting. Ei­ne als Ta­xi miss­brauch­te Po­li­zei­st­rei­fe, ei­ne kos­ten­lo­se Nacht­fahrt im Lon­don Eye und stän­di­ges Ent­schul­di­gen in der U-Bahn - die eng­li­sche Höf­lich­keit ha­ben 17 Schü­ler der 11. Jahr­gangs­stu­fe des Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­ums bei der dies­jäh­ri­gen En­g­land­fahrt oft er­lebt. Nach der An­kunft am Flug­ha­fen St­ans­ted (na­he Lon­don) be­such­te man zu­erst die eng­li­sche Südost-Küs­te mit den drei be­kann­tes­ten See­bä­d­ern East­bour­ne, Has­tings und Brigh­ton. Die ers­ten Ta­ge wohn­te man in ei­ner mo­der­nen Ju­gend­her­ber­ge in East­bour­ne, nicht weit von der bri­ti­schen Küs­te ent­fernt.Durch zahl­rei­che Be­sich­ti­gun­gen und Wan­de­run­gen, die auch qu­er­feld­ein durch Wei­zen­fel­der führ­ten, be­ka­men die Bad Kötz­tin­ger Gym­na­sias­ten in den ers­ten Ta­gen ei­nen Ein­druck von der fas­zi­nie­ren­den Küs­ten­land­schaft Süd-Ost-En­g­lands. Al­ler­dings macht sich auch hier die Zer­stör­ung der idyl­li­schen Na­tur durch den Mensch be­merk­bar. So be­fin­det sich mit­ten in ei­ner Mar­sch­land­schaft bei­spiels­wei­se ein Wind­park und ein Atom­kraft­werk. Nach drei Ta­gen im be­schau­li­chen East­bour­ne mach­ten sich die Schü­ler sch­ließ­lich auf den Weg in die Mil­lio­nen­stadt Lon­don. Nach an­fäng­li­cher Be­geis­te­rung folg­te die Er­nüch­te­rung im Hos­tel, das nicht ganz den ge­wohn­ten deut­schen Stan­dard er­füll­te.Doch schon bald wa­ren die Un­be­qu­em­lich­kei­ten der Ju­gend­her­ber­ge an­ge­sichts der Stadt ver­ges­sen. Am sel­ben Tag be­geis­ter­te die Schü­ler in Not­ting Hill der be­kann­te St­reet Mar­ket in der Por­to­bel­lo Road und die größ­ten Park­an­la­gen Lon­dons, der Hy­de Park und Ken­sing­ton Gar­dens.Gro­ßen Ein­druck hin­ter­lie­ßen der präch­ti­ge Bu­cking­ham Pa­lace und die West­mins­ter Ab­bey, die die Gym­na­sias­ten am Tag dar­auf be­sich­tig­ten. Die Nach­mit­ta­ge stan­den der Rei­se­grup­pe groß­t­eils zur frei­en Ver­fü­gung, um die Stadt auf ei­ge­ne Faust er­kun­den und in den Ge­schäf­ten der Mo­de­me­tro­po­le Lon­don stöb­ern zu kön­nen. Au­ßer­dem wur­de die To­wer Brid­ge, ein wei­te­res Wahr­zei­chen von Lon­don, be­sich­tigt, von der man ei­ne über­wäl­ti­gen­de Aus­sicht auf die Them­se und die Sky­li­ne hat­te. Als Kon­trast zum his­to­ri­schen Lon­don sa­hen die Schü­ler die mo­der­nen Dock­lands, das mit sei­nen neu ge­bau­ten Wol­ken­k­rat­zern an an­de­re Welt­städ­te wie New York er­in­ner­te. Am Abend war Ge­le­gen­heit, das preis­ge­krön­te Que­ens-Mu­si­cal „We will rock you“ zu er­le­ben, wel­ches al­le be­geis­ter­te und in sei­nen Bann zog. Die letz­ten Ta­ge be­such­ten die Bad Kötz­tin­ger Gym­na­sias­ten un­ter an­de­rem ei­nen afro­ka­ri­bi­schen Markt und ver­brach­ten den Abend in Co­vent Gar­den. Al­les in al­lem war die von StR Mat­thias Leh­ner und OS­tRin Chris­tia­ne Ne­u­mann be­g­lei­te­te Ab­schluss­fahrt ei­ne gro­ße Be­rei­che­rung für al­le Teil­neh­mer, die so­wohl kul­tu­rell als auch geo­gra­fisch viel da­zu­ler­nen konn­ten.

En­g­land­rei­se der KS 12 vom 23. bis 29. Ju­li 2009: BSG-Kol­le­gia­ten von der bri­ti­schen In­sel be­geis­tert

Si­mo­ne Nem­mer, Fran­zis­ka Achatz und Mag­da­le­na Breu be­rich­ten von ei­ner in­ter­es­san­ten Stu­di­en­fahrt nach En­g­land Bad Kötz­ting. Reif für die In­sel fühlt sich ein Groß­teil der Kol­le­gia­ten der Jahr­gangs­stu­fe 12 des Be­ne­dikt-Statt­ler Gym­na­si­ums Bad Kötz­ting. Ge­gen En­de des an­st­ren­gen­den Schul­jah­res tra­ten 44 Schü­ler un­ter der Lei­tung von OStR Wal­ter Sch­mid zu­sam­men mit sei­nen Kol­le­gen, StD Gün­t­her Pe­cher und StRin Dr. Na­di­ne Kil­gert, so­wie de­ren Ehe­mann ih­re Stu­di­en­ab­schluss­fahrt nach En­g­land an. Zur Ab­fahrt traf man sich am Jahn­platz - und so­g­leich be­gann die Rei­se zur ers­ten Sta­ti­on, dem größ­ten Ha­fen Eu­ro­pas, Rot­ter­dam, von wo aus die "Pri­de of Hull" zur Über­fahrt nach En­g­land ab­leg­te. Das Schiff, ein schwim­men­des Hoch­haus, brach­te uns über Nacht ans an­de­re Ufer, in die an der Ost­küs­te Mit­te­l­en­g­lands ge­le­ge­ne Ha­fen­stadt Hull. Ge­stärkt von ei­nem "Eng­lish bre­ak­fast", be­ste­hend aus Ei­ern, Speck, Boh­nen und Würst­chen - die Blut­wurst er­f­reut sich kei­ner grö­ße­ren Be­liebt­heit - auf der Fäh­re, setz­ten wir die Rei­se im Om­ni­bus fort und ka­men zwei Stun­den spä­ter in der al­ten Stadt York an. Die reiz­vol­le, voll­stän­dig von ei­ner Mau­er um­ge­be­ne Stadt, bot vie­le Se­hens­wür­dig­kei­ten. Da­zu zähl­te auch York Mins­ter, ei­ne sehr al­te und rie­sen­gro­ße go­ti­sche Ka­the­dra­le, die als Herz von York­shi­re und Nor­d­en­g­land an­ge­se­hen wird. Bei ei­ner Stadt­füh­rung wur­den wir über wich­ti­ge, his­to­ri­sche Er­eig­nis­se, bei­spiels­wei­se über die zahl­rei­chen Er­obe­run­gen durch Rö­mer, An­gel­sach­sen und Nor­man­nen in­for­miert. Abends er­kun­de­ten wir selbst das Stadt­zen­trum und aßen in ei­nem der für En­g­land ty­pi­schen Pubs zu Abend. Tags dar­auf fuh­ren wir wei­ter nach St­rat­ford-on-Avon, der nächs­ten Etap­pe der Stu­di­en­fahrt. In Not­ting­ham wur­de ein kur­zer Zwi­schen­stopp ein­ge­legt, da Herr Sch­mid vor 25 Jah­ren in die­ser Uni­ver­si­täts­stadt Mit­te­l­en­g­lands ein Jahr lang eng­li­sche Spra­che und Li­te­ra­tur stu­diert hat­te. Der Rest des Ta­ges dreh­te sich um den größ­ten Dich­ter und Den­ker En­g­lands, Wil­liam Sha­ke­spea­re. Zu­nächst wur­de das ehe­ma­li­ge Wohn­haus von des­sen Frau An­ne Hat­ha­way be­sich­tigt. An­sch­lie­ßend stat­te­ten wir dem Ge­burts­haus Sha­ke­spea­res im Stadt­zen­trum und dem klei­nen Got­tes­haus, in dem er zu­sam­men mit sei­ner Fa­mi­lie die letz­te Ru­he­stät­te fand, ei­nen Be­such ab. Der fol­gen­de Tag be­gann mit der Wei­ter­rei­se in die Haupt­stadt Großbri­tan­ni­ens, Lon­don. Im Ver­g­leich zu Ber­lin hat die Me­tro­po­le mehr als dop­pelt so vie­le Ein­woh­ner. 7,2 Mil­lio­nen Men­schen le­ben im Großraum Lon­don. Dau­ernd er­tön­ten Si­re­nen und es ras­ten Po­li­zei­au­tos mit ho­her Ge­schwin­dig­keit an uns vor­bei. Vor­her mach­ten wir je­doch noch ei­nen kur­zen Spa­zier­gang in Ox­ford, wo uns Herr Pe­cher ei­ni­ge Ein­drü­cke von der be­rühm­ten Uni­ver­si­täts­stadt ver­mit­tel­te.Nach­dem wir die Ju­gend­her­ber­ge im Nord­wes­ten der Stadt, un­weit von Re­gent's Park be­zo­gen hat­ten, fuh­ren wir in die Stadt­mit­te und such­ten Pic­ca­dil­ly Cir­cus, Leices­ter Squa­re und Co­vent Gar­den auf. Wir durf­ten den Abend frei ge­stal­ten. Die Lehr­kräf­te so­wie zwei Schü­ler lie­ßen sich im Do­mi­ni­on in der Tot­ten­ham Court Road vom Que­en Mu­si­cal "We will rock you" mi­t­rei­ßen, an­de­re such­ten ei­nen Club auf - die eng­li­sche Ent­sp­re­chung zur deut­schen Dis­ko­thek. Ei­ne Be­son­der­heit der meis­ten eng­li­schen "clubs" ist der ty­pisch ele­gan­te Dress­co­de, der für den Ein­lass er­for­der­lich ist. Statt An­zug und Ak­ten­ta­sche do­mi­nier­ten am Sonn­tag je­doch die Di­gi­tal­ka­me­ras der Tou­ris­ten im Stadt­kern. Des­halb war eben die­ser Tag für die Stadt­rund­fahrt mit dem ei­ge­nen Om­ni­bus aus­ge­wählt wor­den, da Staus ver­mie­den wer­den konn­ten. Ei­ne be­deu­ten­de Se­hens­wür­dig­keit stell­te die "St. Paul's Ca­the­dral" dar, die im Jah­re 1666 durch das gro­ße Feu­er zer­stört wor­den war, dem 80 % der Lon­do­ner Ci­ty zum Op­fer ge­fal­len wa­ren. Sir Chri­s­to­pher Wren war mit dem Wie­der­auf­bau be­auf­tragt wor­den und schuf ein Meis­ter­werk mit der nach dem Pe­ters­dom zweit­größ­ten Kir­chen­kup­pel Eu­ro­pas. Auf dem Pro­gramm stan­den auch West­mins­ter Ab­bey so­wie Wohn­häu­ser ent­lang der ele­gan­ten Park Road und Ein­kaufs­stra­ßen der High So­cie­ty, die To­wer Brid­ge und Bu­cking­ham Pa­lace in­k­lu­si­ve der Wach­ablö­sung.Nach­mit­tags teil­te man sich in zwei Grup­pen. Herr Pe­cher führ­te den ei­nen Teil nach Cam­den, Herr Sch­mid war mit ei­ner an­de­ren Grup­pe ent­lang der Them­se un­ter­wegs, vor­bei am Lon­don Eye, der New Ta­te und Sha­ke­spea­res Glo­be, über die Mil­le­ni­um Brid­ge nach St. Paul's. Am vor­letz­ten Tag der Stu­di­en­fahrt konn­ten wir zwi­schen drei Mu­se­en aus­wäh­len - Ta­te Gal­le­ry, Bri­tish Mu­se­um und Na­tu­ral Hi­sto­ry Mu­se­um. Der Nach­mit­tag stand zur frei­en Ver­fü­gung. Ei­ni­ge kauf­ten ein, an­de­re gin­gen zu Ma­da­me Tus­saud, wie­der an­de­re stat­te­ten Har­rods in der Bromp­ton Road ei­nen Be­such ab. Zu rasch ging ei­ne er­eig­nis­rei­che Wo­che zu En­de. Wir tra­ten die 20-stün­di­ge Heim­rei­se an. In Lon­don fie­len uns be­son­ders die zahl­rei­chen Bau­s­tel­len und Li­ni­en­aus­fäl­le der "Lon­don Tu­be" auf. So wa­ren für zwei Ta­ge die Ju­bi­lee, Me­tro­po­li­tan und Vic­to­ria Li­ne ge­sperrt, was recht un­ge­wöhn­lich er­schi­en und wohl mit den im Jah­re 2012 be­vor­ste­hen­den Olym­pi­schen Spie­len zu­sam­men­hängt. Da­bei wer­den ins­ge­s­amt 9,3 Mil­li­ar­den Pfund Steu­er­gel­der in Re­no­vie­run­gen und Neu­bau­ten in­ves­tiert.Da könn­te man doch auf­grund der fas­zi­nie­ren­den Er­leb­nis­se oder wenn man wie­der reif für die In­sel ist, durch­aus auf die Idee kom­men, Lon­don zu "one of the grea­test events on earth", den Olym­pi­schen Spie­len 2012, er­neut zu be­su­chen.

London­rei­se der KS 12 vom 25. bis 30. Ju­li 2008 Sum­mer in the ci­ty: BSG Kol­le­gia­ten für fünf Ta­ge in der bri­ti­schen Haupt­stadt

Nicht wie die il­lu­st­re Trup­pe in den Can­ter­bu­ry Ta­les zur Früh­jahrs­zeit, son­dern zum Schul­jah­re­s­en­de mach­te sich die Grup­pe des BSG Bad Kötz­ting auf die Rei­se, doch hat­te das dicht ge­dräng­te Pro­gramm durch­aus et­was von ei­ner Pil­ger­fahrt an sich, da trotz Be­nüt­zung der U-Bahn und der klas­si­schen Dop­pel­de­cker reich­lich vie­le Ki­lo­me­ter zu Fuß zu­rück­zu­le­gen wa­ren. Kaum in St­ans­ted ge­lan­det - für man­chen Teil­neh­mer war dies der ers­te Flug - muss­te man sich wäh­rend der Bus­fahrt ins Zen­trum auf den Links­ver­kehr um­s­tel­len und fand sich kurz dar­auf samt Ge­päck im Men­schen­ge­wühl Lon­dons wie­der; dann war zu vor­ge­rück­ter Stun­de nach ers­ten Er­fah­run­gen mit der Tu­be und sport­li­cher An­st­ren­gung die Null-Ster­ne-Blei­be er­reicht. Ab dem fol­gen­den Mor­gen galt es bei fast durch­wegs ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren die Me­tro­po­le st­ra­te­gisch zu ent­de­cken: An je­der Sta­ti­on hieß es, den Ort zu be­sich­ti­gen, sei­ne Be­deu­tung und his­to­ri­schen Ver­bin­dun­gen auf­zu­zei­gen und gleich­zei­tig die Er­schei­nun­gen des Mas­sen­tou­ris­mus zu be­o­b­ach­ten. Warum gibt es un­weit der West­mins­ter Ab­bey, die je­der kennt, auch ei­ne West­mins­ter Ca­the­dral, die nie­mand kennt? Wel­che Epo­chen wer­den durch die Sta­tu­en vor den Hou­ses of Par­lia­ment mar­kiert? Die far­ben­präch­ti­ge Wach­ablö­sung der Hor­se Guards zieht täg­lich In­ter­es­sier­te an. Doch wen be­wa­chen die­se stol­zen Rei­ter? Ei­ne noch pom­pö­se­re Ze­re­mo­nie voll­zieht sich kurz dar­auf vor dem Bu­cking­ham Pa­lace, doch man er­hascht kaum ei­nen Blick auf die schnei­di­gen Sol­da­ten, denn es herrscht ein Ge­drän­ge wie in ei­nem gut ge­füll­ten Ok­tober­fest­bier­zelt. Wenn die Mi­li­tär­mu­si­ker ab­mar­schiert sind, schwappt ein Teil der Men­schen­mas­sen auf den be­rühm­ten Tra­fal­gar Squa­re, der täg­lich als Büh­ne für Ak­tio­nen al­ler Art di­ent: Fa­lun Gong pro­tes­tiert ge­gen die Un­ter­drü­ckung durch die chi­ne­si­sche Re­gie­rung; in den Rei­hen des ei­gens an­ge­reis­ten Or­ches­ters tref­fen wir als Flö­tis­tin die um­trie­bi­ge Chi­ne­sin wie­der, die in Cham lebt und mit uns Rich­tung Lon­don reis­te. Gleich da­ne­ben be­fin­den sich Ta­mi­len im Hun­ger­st­reik, um auf die ih­nen ver­wei­ger­ten Men­schen­rech­te hin­zu­wei­sen. Der Sonn­tag­vor­mit­tag ei­nes Lon­don-Tou­ris­ten kann nur ein Ziel ha­ben; doch vor­her bleibt noch Zeit, um in den Ken­sing­ton Gar­dens die exo­ti­schen Pflan­zen und äu­ßerst zu­trau­li­chen Eich­hörn­chen zu be­wun­dern und im Hy­de Park das sorg­fäl­tig re­stau­rier­te Al­bert Me­mo­rial mit sei­nen in­ter­es­san­ten Dar­stel­lun­gen zu be­trach­ten. Auf be­schat­te­ten We­gen ge­langt man sch­ließ­lich in die nord­öst­li­che Ecke: Spea­ker's Cor­ner. Re­de­te ( schrie ) man früh­er eher zu po­li­ti­schen The­men, so geht es heu­te mehr um Re­li­gi­on, wo­bei auch die Zu­hö­rer in die De­bat­te ein­g­rei­fen. Zu den be­rühm­ten Red­nern an die­sem Ort ge­hör­ten u.a. Karl Marx und Ge­or­ge Bern­hard Shaw. Die klas­si­sche Fahrt mit dem Schiff ab West­mins­ter Pier nach Gre­en­wich darf bei kei­nem Lon­don-Be­such feh­len, bie­tet sich doch zu bei­den Sei­ten der Them­se ein un­ver­g­leich­li­ches Pan­ora­ma. Es ist fast un­mög­lich, die Viel­zahl der al­ten ( Scot­land Yard ) und der neu­en Ge­bäu­de ( Swiss Re ) zu er­fas­sen. Die Sa­nie­rung des ehe­mals ver­fal­len­den Lon­do­ner Ha­fens ist be­wun­derns­wert gut ge­lun­gen. In Gre­en­wich an­ge­kom­men muss man fest­s­tel­len, dass die Gi­p­sy Moth IV, mit der Sir Fran­cis Chi­ches­ter 1966 sei­ne spek­ta­ku­lä­re Welt-um­seg­lung voll­brach­te, ver­schwun­den ist; und sich um­wen­dend er­blickt man dort, wo die Cut­ty Sark, ei­ner der sch­nells­ten Tea Clip­per sei­ner Zeit, ste­hen soll­te, ein ein­ge­hüll­tes Bau­ge­rüst. Ein Brand vor ei­nem Jahr zer­stör­te das an­mu­ti­ge Schiff völ­lig. Auf dem un­weit ge­le­ge­nen Hü­gel ent­schä­d­igt uns das Royal Ob­ser­vato­ry für un­se­re Ent­täu­schung: Wir wis­sen jetzt ge­nau, wo der Null-Me­ri­di­an liegt, wir neh­men ei­ne Ah­nung von der Be­geis­te­rung, ja von der Be­ses­sen­heit der As­tro­no­men frühe­rer Jahr­hun­der­te mit, wir be­stau­nen die H4 des Sch­r­ei­ner­meis­ters (!) John Har­ri­son, die die Zeit­mes­sung und die Na­vi­ga­ti­on der Schif­fe ab 1760 re­vo­lu­tio­nier­te. Nach er­neu­tem Fuß­marsch bringt uns die fahr­er­lo­se Dock­lands Light Rail­way durch das Sa­nie­rungs­ge­biet hin­durch zum nächs­ten High­light, näm­lich Chri­s­to­pher Wrens Meis­ter­werk: St. Paul's. Die­ser atem­be­rau­ben­de Kir­chen­bau recht­fer­tigt den vor Selbst­be­wusst­sein strot­zen­den Gr­ab­spruch des Bau­meis­ters: Lec­tor, si mo­nu­men­tum re­qui­ris, cir­cum­spice. ( Le­ser, wenn du ein Denk­mal se­hen willst, schau um dich. ) Nach­dem von der Kryp­ta bis zur Kup­pel al­les in­ten­siv er­forscht ist, muss ei­ne Schn­auf­pau­se sein: Let's call it a day! Ge­mäch­lich glei­tet das sch­ma­le Boot auf dem Re­gent's Ca­nal da­hin. Inn­er­halb ei­ner Stun­de be­kommt man auf der Fahrt von Litt­le Ve­nice nach Cam­den Lock ei­ne Vor­stel­lung vom eng­li­schen Ka­nal­sys­tem und der Wa­ren­be­för­de­rung vor der Zeit von Ei­sen­bahn und Au­to, bei­der­seits sieht man vor­neh­me Häu­ser, de­ren Be­woh­ner sich in­ten­siv ge­gen un­er­wünsch­te Gäs­te schüt­zen und man fährt durch den Lon­do­ner Zoo. Am An­kunft­s­ort war­tet der Cam­den Mar­ket, wo der Tou­rist schril­le Kla­mot­ten und al­ler­lei Gad­gets er­ste­hen kann. Man mag über den nicht vor­han­de­nen Kom­fort der Lon­do­ner Un­ter­künf­te kla­gen, doch muss lo­bend er­wähnt wer­den, dass die bri­ti­sche Haupt­stadt ei­ne gan­ze Rei­he von Mu­se­en bei frei­em Ein­tritt bie­tet: Na­tio­nal Gal­le­ry, Na­tio­nal Por­trait Gal­le­ry, Bri­tish Mu­se­um, Na­tu­ral Hi­sto­ry Mu­se­um, Ta­te + Ta­te Mo­dern. An je­dem der Or­te war­ten spek­ta­ku­lä­re Din­ge und man hat die Qual der Wahl. Was soll man sich her­au­spi­cken, wenn auch noch die Bau­ten von John Nash am Re­gent's Park und die Hin­rich­tungs­stät­te von Tho­mas Mo­re und zahl­rei­cher an­de­rer Men­schen auf dem To­wer Hill ab­ge­klap­pert wer­den müs­sen? Sch­nell noch ein Bad in der ge­schäf­ti­gen Men­schen­men­ge in der Ox­ford St­reet, ein Be­such in ei­nem der gro­ßen Kauf­häu­ser, nächt­li­che Tuch­füh­lung mit der Viel­spra­chig­keit auf dem Tra­fal­gar Squa­re oder dem Pic­ca­dil­ly Cir­cus. Sch­nell noch ein Thea­ter­be­such. Sch­nell noch zu Mme Tus­saud's. Sch­nell: Wir müs­sen zu­rück nach St­ans­ted. And when in Lon­don, don't for­get: MIND THE GAP.