| 26.10.2011 |
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Grundwissen der Jahrgangsstufen 6 - 10: (Grundwissen ISB) |
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| Juli 2011 |
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Ich kam, sah und staunte! – BSG Studienfahrt in die ewige Stadt
Bekanntlich führen alle Wege nach Rom und so machten sich 19 Schüler und zwei sehr fürsorgliche Lehrkräfte, StRinnen Simone Gruber und Stefanie Macharowsky, am 22. Juli vom Bahnhof in Furth i.W. zum Flughafen Rom Fuimicino auf. Nach kurzem Fußmarsch wurde gegen Mitternacht das Hotel Tempio di Pallade am Hügel Esquilin erreicht und nach kleiner Stärkung in einem nahe gelegenen Restaurant war der erste Tag auch schon vorbei.
Der Schlaf war auch dringend notwendig, denn am nächsten Tag stand ein toughes Programm, mit Palatin, Forum Romanum, dem Kapitol und dem Colosseum an. Doch das Wetter spielte am Anfang nicht mit und die Gruppe wurde von einigen Mitschülern durch Referate über die Historie des antiken Rom und das alltägliche Leben von vor 2000 Jahren informiert. Doch es klarte bald auf und angeführt von dem „Lehrgut“ kam man am Forum an. Jedoch folgte die Ernüchterung stante pede, da man sich ein bisschen mehr als undefinierbare Ruinen erhoffte, doch auch diese Hürde wussten die Lehrer gut zu meistern und lockerten die Stimmung mit „Expertenspielen“ und ausgewählten Beiträgen gekonnt auf. Später aber am Colosseum war die Gruppe wieder von dem majestätischen Gebäude gebannt und flanierte überwältigt durch das architektonische Meisterwerk. Am Abend genossen die Kötztinger nicht nur den Ausblick über dem Monte Pincio, sondern wohnten auch einem romantischen Heiratsantrag im Abendlicht bei.
Am nächsten Tag versetzten Berninis Statuen, wie z.B. Apollo und Daphne, in der Villa Borghese alle Anwesenden ins Staunen. Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Innenstadt lernten wir verschiedene Piazzen, Brunnen und das italienische Dolce Vita kennen. In Erinnerung bleiben wird vor allem die Piazza Navona, der Trevi-Brunnen, die spanische Treppe und die Ara pacis des Augustus. Bei einem Ausflug ins abendliche Trastevere wurde die Reisegruppe Teil einer Marienprozession. Die Tücken der römischen Infrastruktur erlaubten es uns auch die entlegensten Winkel der Großstadt kennenzulernen.
Am Montag führte der Weg hinter die hohen Mauern des Vatikans. Die Fülle der vatikanischen Museen und die unvergleichlichen Fresken Michelangelos in der Sixtina begeisterten die BSGler. Doch der absolute Wow-Effekt erfolgte dann auf der Kuppel des Petersdoms.
Die Ausgrabungen der Hafenstadt Ostia brachte den Schülern den Aufbau einer antiken Stadt nahe. Ein „Thermenbesuch“, eine moderne Theaterinszenierung einiger Schüler und Opferungen am Kapitol ließen Einblicke in das Alltagsleben der alten Römer zu. Am Nachmittag hatten die Gelegenheit auf eigene Faust das moderne Rom zu erkunden und ihre erworbenen Italienischkenntnisse bei einem Cafe an der Bar anzuwenden. Ein gemeinsames Abendessen in der Nähe der Piazza Navona rundete den letzten Abend ab, bevor am Abreisetag noch die Patriarchalbasiliken St. Paul vor den Mauern und der Lateran besichtigt wurden.
Roma aeterna hatte uns verzaubert und wir verließen die Stadt am Tiber schweren Herzens und mit vielen schönen Erinnerungen. |
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| Juli 2011 |
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Römertag der 6. Klassen in Regensburg
Eine Fahrt auf der navis lusoria und eine Stadtführung durch das römische Regensburg |
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| Oktober 2010 |
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Blasen, Schweiß und körperliche Erschöpfung – alles für die Forschung
zum Vortrag „Antike zum Anfassen – die Römer in Regensburg“ am BSG
Ein ausgehöhlter Kürbis als antikes Äquivalent einer Sigg-Flasche, Filzhose statt Goretex-Kleidung und eine Leinentunika an Stelle einer Funktionsunterwäsche. Als Verpflegung Getreidebrei und ein bisschen Parmesan statt Powerriegeln und Traubenzucker; nicht zuletzt noch 30-45 Kilogramm Marschgepäck, die zum größten Teil an Lederriemen befestigt sind und teils am Körper scheuern : für 10 Studenten des Faches Experimenteller Archäologie in Regensburg war dies Alltag auf ihrem 500 Kilometer -Marsch von Carnuntum an der slowakischen Grenze in Österreich nach Regensburg.
Im Rahmen eines Vortrags am Freitag, den 29.Oktober 2010, wurden den Lateinkursen der Oberstufe am Benedikt-Stattler-Gymnasium wie auch den Schülerinnen und Schülern der 6. Jahrgangsstufe die Lebensweise der römischen Legionäre nähergebracht. Unter dem Motto „Antike zum Anfassen – die Römer in Regensburg“ vermittelten Herr Schreiner und Herr Pelikan Wissenswertes über die Ausrüstung und Kampfweise der in Castra Regina stationierten Soldaten der 3. Italischen Legion. Neben aussagekräftigen Rekonstruktionszeichnungen und Fotos waren für die Schüler vor allem die nach Originalfunden rekonstruierten Ausrüstungsgegenstände von Interesse. So durften Neugierige schon mal das Schwert eines römischen Soldaten in den Händen halten, den Unerschied zwischen einem pilum (Wurfspieß) und einer hasta (Lanze) erkennen, die Schwere eines Kettenhemdes spüren oder den Helm eines Legionärs bewundern und tragen. Die Referenten berichteten aber auch von den aus dem Marschprojekt gewonnenen Forschungserkenntnissen. Experimentelle Archäologie bedeutete eben für die 10 Studenten, Dinge, die in der schriftlichen Überlieferung unklar sind, auszuprobieren. Statt beispielsweise bisher vorherrschende Dogmen über die Tragweise der Ausrüstung eines Legionärs im dritten nachchristlichen Jahrhundert blind zu akzeptieren, wurden sie also im Selbstversuch erprobt: Wo rieb die Rüstung? Wie musste diese gepflegt werden? Wieviel Schuhnägel verschleißt ein Soldat auf 500 Km Fußmarsch? Welche Anforderungen stellte dieser enorme Verbrauch an Eisen – 2kg pro Soldat – ann die Logistik? Wie wurde das Schwert getragen? Wie trocknete die Kleidung bei Regen? Wie haltbar und belastbar waren antike Gebrauchsgegenstände?
Letztendlich gewannen die Althistoriker bei diesem Marsch aber nicht nur Erfahrungen über den Verschleiß an Eisennägeln für die Schuhsohlen, sondern auch über die enormen physischen Strapazen und Belastungen , denen die römischen Legionäre ausgesetzt waren. Man kann gewiss sein, dass die Teilnehmer dieses Marschprojektes , wenn sie jetzt in ihrer Freizeit Wandern gehen, Kleidung und Ausrüstung aus High-Tech-Materialen und ergonomisch geformte Rucksäcke durchaus zu schätzen wissen! |
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| Juli 2010 |
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Vom todbringenden Vesuv bis zum Prunk der Päpste
Studienfahrt des BSG nach Italien
Die Renaissance , die Kuppel Brunelleschis und Michelangelos David empfingen 47 Schüler und zwei Lehrkräfte des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Florenz, dem Ort Ihres ersten Halts auf ihrer Studienreise durch Italien. Florenz war mit einer sehr informativen Stadtführung aber nur Zwischenstation auf den Weg nach Kampanien an den Golf von Neapel. Informationen über Städte, Gebirgszügen und Landschaften Italiens wurden schon während der Busfahrt in Form von Schülerreferaten des W-Seminars in Geographie zum Thema „Mediterrane Räume “, die an den entsprechenden Stellen gehalten wurden, an die Mitschüler weitergegeben. Somit waren alle Teilnehmer der Fahrt, die v.a. aus Geographen und Lateinern bestanden, bestens vorbereitet auf die Stationen ihrer Reise.
Die Tage am Golf von Neapel standen ganz im Zeichen des Vesuvs. Der einzige noch aktive Vulkan auf dem Festland Italiens war ständiger Bezugspunkt und dominierte die einzigartig schöne Landschaft: dieser faszinierende Berg war immer präsent, nicht nur zuletzt auch deshalb, weil man sogar vom Hotel einen Paradeblick auf ihn hatte. Die Gefahr dieses Vulkan wurde den Schülern des BSG zuerst anhand der Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum sichtbar gemacht. Dort erfuhren sie zum einen mehr über den Ausbruch des Vesuvs am 24. August 79 n. Chr., der beide Städte zerstörte und in Herculaneum allein 4000 Menschen das Leben kostete, zum anderen aber auch durch die Besichtigung von ausgegrabenen Gebäuden und Häusern viel über das Alltagsleben in einer römischen Stadt. Heute leben mehr als 3 Millionen Menschen im Gefahrenbereich des Vesuvs, doch die ständig präsente Gefahr wird wohl von den meisten Bewohnern Neapels und seiner Umgebung verdrängt. Ein Spaziergang durch Neapel vermittelte so den Schülern eher das Bild von „Leben und leben lassen“, Geschäftigkeit und hektischem Stadtverkehr als von einem Bewusstsein dieser Gefahr, die über allem schwebt. Für viele war auch der Kontrast zwischen Arm und Reich ständig präsent – zwischen dem Norden und Süden Italiens ebenso wie zwischen manchen reichen Neapolitanern und den Bewohnern von Neapels Armenvierteln, die man vom Bus aus sah. Vielleicht lernte auch der eine oder andere sein eigenes , im Vergleich dazu durchaus luxuriöses Dasein zu Hause besser schätzen. Einen absolut direkten Zugang zu diesem Vulkan wurde den Schülern dann durch eine Besteigung des Vesuvs und eine Tour rund um den Krater ermöglicht. Die Tatsache, dass sie der Gefahr ins Auge blicken konnten, war für viele ein Höhepunkt der Reise. Wie wichtig hingegen Wasser in diesen Gegenden ist, lernten die Schüler nicht nur am eigenen Leib kennen, sondern auch bei einer Besichtigung des antiken Wasserspeichers von Misenum. Dieses Bauwerk stand zusammen mit Cumae, einer antiken Siedlung mit der Grotte der Sybilla, am Sonntag auf dem Besichtigungsprogramm. Letzte Station am Golf von Neapel waren die phlegräischen Felder, das antike Tor zur Unterwelt, mit ihrem unvergesslichem Schwefelgeruch.
Die Fahrt vom Golf von Neapel nach Bad Kötzting wurde noch von einem 1,5tägigem Aufenthalt in Rom unterbrochen. Aus den unzähligen Sehenswürdigkeiten wurde für Montag der Vatikan ausgewählt. Der Prunk der Päpste, die größte und bedeutendste Kirche der Christenheit, der Blick von Michelangelos Kuppel beeindruckte viele. Berninis Architektur und Skulpturen zogen sich durch den ganzen Tag, wurden doch am Abend bei einem nächtlichen Spaziergang noch weitere Highlights Roms wie der Vier-Strömebrunnen auf der Piazza Navonas, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen und das Pantheon aufgesucht. Die Antike war natürlich auch in Rom wieder allgegenwärtig und so wurden zum Abschluss dieser Fahrt noch das Forum Romanum und das Kolosseum eingehend besichtigt. |
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