Rom - Italiens urbaner Dschungel
Kollegiaten des Benedikt-Stattler-Gymnasiums besuchen die "Ewige Stadt"
Bad
Kötzting. Auf eine Studienfahrt nach Rom begaben sich kürzlich 20 Schüler der
KS 13 des Benedikt-Stattler-Gymnasiums Bad Kötzting. Die fünftägige Reise begann
mit einer Busfahrt zum Nürnberger Flughafen, von wo die Gruppe nach Italien
flog. Am römischen Flughafen Fiumicino angekommen wurden die Kollegiaten erstmals
mit dem regen und ungewohnt rasanten Treiben auf den Straßen Roms konfrontiert.
Auch der römische Busfahrer, der die Reisegruppe zu ihrer Unterkunft chauffierte,
scheute es nicht, dem vorderen Fahrzeug "auf die Pelle zu rücken" und seine
Hupe eifrig zu bedienen.

Äußerst angetan von dem komfortablen Bus und der viel versprechenden Außenfassade
des Hotels freuten sich die Kollegiaten auf den Bezug der Zimmer. Der Anblick
des Innenhofes, durch den man zum Hoteleingang gelangte, ließ den aufgekommenen
Enthusiasmus jedoch verstummen. Aufgrund eines breit gefächerten Kulturprogramms
für die fünf Tage in Rom musste man aber nur geringfügig Zeit in der Herberge
verbringen. Um 13.30 Uhr trat die Studiengruppe ihren Rundgang durch das antike
Rom an. Nach der Erkundung des Kolosseums machten sie sich auf den Weg zum nahe
gelegenen Forum Romanum, von wo aus sie anschließend am Kapitol vorbei Richtung
Trajansmärkte schlenderten. Am Abend visierte die 23-köpfige Truppe geschlossen,
einer Empfehlung des Portiers folgend, in ein nahe gelegenes Restaurant an,
das die angehenden Abiturienten, bis auf den letzten Abend, zu ihrem Stammlokal
erklärten. Am nächsten Morgen erhielten die Schüler die genaue Definition eines
italienischen Frühstückes. Es beschränkte sich auf extrem süße Backwaren und
Zwieback, die man je nach Belieben mit Marmelade, Marmelade oder Marmelade genießen
konnte. Eins muss man den Italienern jedoch lassen: Sie rösten den besten Kaffee
bzw. Cappuccino der Welt.

Im Anschluss an das magere Frühstück absolvierten die Kollegiaten einen wahren
Sehenswürdigkeiten-Marathon. Unter anderem besichtigte man die Villa Borghese,
spazierte über den Piazza del Populo und bestaunte das Pantheon, den Tempel,
der allen Göttern zugleich gewidmet wurde. Gegen zwei Uhr trennten sich die
Wege der Gruppe in der Via del Corso, in der vier Stunden zur freien Verfügung
genossen werden konnten. Am Mittwoch steuerten die Reisenden Ostia Antica an,
das antike Handelszentrum Roms, wo man einen äußerst interessanten Einblick
in das Alltagsleben der Römer gewinnen konnte. Wieder im heutigen Stadtkern
Roms angekommen, besichtigten man am Nachmittag schließlich den Lateran, den
Sitz des Bischofs von Rom. Am nächsten Tag fuhr man mit der wegen der römischen
Diebe berühmt berüchtigten Buslinie 64 zum Vatikan. Dort schloss sich zunächst
ein Rundgang durch die Vatikanischen Museen an, ehe man den Petersdom in Augenschein
nahm. Von der Kuppel des Domes eröffnete sich der Reisegruppe ein fantastischer
Überblick über die Stadt Rom. Am späten Nachmittag führte das Programm zur Engelsburg,
von wo man sich den Tiber entlang auf den Weg zur Spanische Treppe und zum Trevi-Brunnen
machte, die nicht zuletzt anlässlich des Valentinstages vollkommen überfüllt
waren.

Dies waren die letzten architektonischen Meisterwerke Roms, die die Kollegiaten
zu Gesicht bekamen. Ihre Abschlussfahrt neigte sich langsam aber sicher dem
Ende zu. Entgegen der Überzeugung der Kötztinger Delegation, man müsse die Zimmer
erst um zehn Uhr räumen, war dies bereits um neun Uhr der Fall, weswegen sich
leichte Hektik und Missstimmung verbreitete. Nachmittags trat man den Heimweg
an. Ein traumhafter Sonnenuntergang bot sich den Abreisenden, der die grandiosen
fünf Tage in Rom abrundete.