NEWS - BSG und RSG imitieren den beruflichen Ernstfall

 

BSG und RSG imitieren den beruflichen Ernstfall

Bad Kötzting. (kvk) Ein Bewerbungsseminar der besonderen Art in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen besuchten von Dienstag bis Donnerstag vergangener Woche 31 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus dem Landkreis Cham. Erstmals schulübergreifend wagten sich die jungen Damen und Herren der 10. Jahrgangsstufe des Benedikt-Stattler-Gymnasiums Bad Kötzting und des Robert-Schuman-Gymnasiums Cham an die Themen Berufsorientierung und Bewerbung.

Zu Beginn der Veranstaltung fanden die Schülerinnen und Schüler ausreichend Zeit, sich mit ihrem Selbstkonzept zu befassen. Neben einer Auseinandersetzung mit ihren Stärken und Schwächen, Interessen und Neigungen sowie Möglichkeiten und Träumen beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit ihrem Selbstbild und ihrem Wirken auf andere. Richtiges Auftreten beim Bewerbungsgespräch und die Signale der Körpersprache waren das zentrale Thema des folgenden Workshops mit Lisa Burkert. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten dabei Sensibilität für die Wirkung von Gestik und Mimik sowie Haltung und Stimme auf ihre Mitmenschen. Auch beim abendlichen Grillen im Schlosskeller übernahmen die Seminarteilnehmer Verantwortung füreinander. Reibungslos organisierte ein Team die Verpflegung der gesamten Gruppe.

Der folgende Tag begann mit einer gehörigen Portion Nervosität, denn dieser Tag stand ganz im Zeichen des Berufsauswahlverfahrens. All ihren Mut zusammen nehmen mussten die jungen Leute bei ihrer Selbstpräsentation. So mancher von ihnen stand zum ersten Mal auf einer Bühne und musste zu einer großen Gruppe sprechen. Nachdem diese Hürde genommen war, wurden alle von einem umfangreichen Einstellungstest gefordert. Die Teamer von der Jugendbildungsstätte verstanden es hervorragend, eine realistische Prüfungsatmosphäre zu schaffen. Teamfähigkeit verlangte die folgende Übung, in der drei Gruppen eine gemeinsame Aufgabe zu erledigen hatten. Kommunikations- und Organisationsfähigkeit waren dabei unabdingbar. Im Anschluss mussten die Gruppenmitglieder ihre Herangehensweise kritisch hinterfragen und Optimierungsvorschläge entwickeln. Nach einer theoretischen Einführung in den Ablauf und das Verhalten während eines Vorstellungsgesprächs ging es ans Eingemachte. Im feinen Zwirn bewältigten die Teilnehmer in Kleingruppen realitätsnahe Bewerbungssituationen. Dabei hatten sich die Teamer die eine oder andere Schwierigkeit einfallen lassen. Im Anschluss an jedes Gespräch erfolgte ein persönliches Feedback.

Am Donnerstag war feines Benehmen angesagt. Ganz im Sinne von Freiherr von Knigge übten die Jugendlichen in Rollenspielen richtiges Verhalten im beruflichen Miteinander. Eine abschließende Feedbackrunde mit Videoanalyse der Übungen vom Vortag rundete das anspruchsvolle Programm ab. Frau Weiß von der Chamer Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit gab einen Einblick in deren Beratungsangebot, bevor die Schülerinnen und Schüler reich an neuen Eindrücken und Erfahrungen die Heimreise antraten.

Unterstützt wurde diese auch für Gymnasiasten sinnvolle Berufsorientierung von der Agentur für Arbeit und dem Förderverein des Benedikt-Stattler-Gymnasiums.