Nachwachsende Rohstoffe als clevere Alternative
Schüler des BSG informieren sich am Kompetenzzentrum in Straubing über regenerative
Rohstoffe
Bad
Kötzting. Vergangenen Dienstag unternahmen die 10. Klassen des naturwissenschaftlichen
Zweiges am Benedikt-Stattler Gymnasium eine ganztägige Exkursion nach Straubing.
Im Rahmen der im Lehrplan vorgesehenen Profilstunden in Chemie - die unter Anderem
ein Schwerpunktthema: "Nachwachsende Rohstoffe" zur Auswahl stellen - besuchten
die Schüler das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing.

Dort wurden diese zunächst in einem Vortrag von Dipl. Ing. Klaus Reisinger über
die verschiedenen Möglichkeiten der sogenannten "biogenen Rohstoffträger", wie
z.B. Holz, in die Thematik eingeführt. Am Schwerpunkt Holzfeuerung wurden so
die verschiedensten Möglichkeiten zur Beheizung eines standardmäßigen Einfamilienhauses
gezeigt und von den Schülern interessiert verfolgt. Besonders spannend war dabei
der anschauliche Vergleich von verschiedenen Methoden der Wärmegewinnung aus
Scheitholz, Hackschnitzel, Holzpellets und einer Stroh-Getreide-Mischung. Dabei
betonte Klaus Reisinger vor allem die unterschiedlichen Wirkungsgrade und den
stark variierenden Emissionsausstoß der jeweiligen Öfen. Die Schüler konnten
dabei erfahren, dass zwar die mit biogenen Rohstoffträgern beheizten Öfen etwas
höhere Emissionswerte aufweisen, insgesamt jedoch "klimaneutral" sind (die erzeugten
Kohlenstoffverbindungen stammen aus Biomasse und könnten von dieser wieder vollständig
aufgenommen und zum Wachstum beispielsweise von. Bäumen genutzt werden).

Im Anschluss durften die Schüler sogar einen Blick in die Labore des Instituts
werfen, wo an der Verbesserung der Nutzung von biologischen Kraftstoffen wie
Rapsöl für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge gearbeitet wird. Die Schüler konnten
sich vor allem für einen Traktor begeistern, dessen Verbrennungsmotor nur mit
Rapsöl betrieben wird, der aber dennoch eine vergleichbare Leistung eines herkömmlichen
Gefährts aufweist. In der sich anschließenden Ausstellung über nachwachsende
Rohstoffe konnten sich die Klassen einen Überblick über die Herstellung von
Holzpellets sowie über die verschiedenen Energieinhalte von Heizöl, Rapsöl,
Buchenscheitholz und Miscanthus verschaffen.

Die Ausstellung stellte am Ende sogar noch einen Ausblick: die Herstellung umweltfreundlicher
Teller, Tassen, und styroporähnlichen Füllmaterial (für den Transport zerbrechlicher
Waren), die dazu selbst noch essbar wären! - Guten Appetit!