NEWS - Zusammenarbeit von Grundschulen und Benedikt-Stattler-Gymnasium

 

Zusammenarbeit von Grundschulen und Benedikt-Stattler-Gymnasium

Fortbildungsveranstaltung der Grundschulen am BSG

Bad Kötzting. (kkk) Kürzlich besuchten Grundschullehrer des Landkreises Cham das Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting. Ziel der Veranstaltung war es, die Arbeit am Gymnasium kennen zu lernen und durch einen intensiven Meinungsaustausch mit den Kollegen Erfahrungen zu sammeln, um talentierte Kinder auch zukünftig bestmöglich auf das Gymnasium vorzubereiten.

Die Grundschullehrer hospitierten zunächst in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik in der 5. und 6. Jahrgangsstufe und haben dabei wohl das eine oder andere bekannte Gesicht wiedergesehen, das sie selbst noch vor kurzer Zeit unterrichteten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine des BSG traf man sich im Lehrerzimmer, wo der Direktor des BSG, Herr Günther Roith, die anwesenden Lehrkräfte mit einer kurzen Rede begrüßte. Er verlieh dabei der Hoffnung Ausdruck, dass die bislang so gute Zusammenarbeit zwischen den Grundschulen und dem BSG auch in Zukunft fortgesetzt werde.

In der folgenden Diskussion reflektierten die Grundschulpädagogen zusammen mit ihren Kollegen vom Gymnasium die vielfältigen Eindrücke, die sie in den Hospitationsstunden gewonnen hatten.

Zur Sprache kamen dabei neben der für die Grundschullehrer überraschenden Disziplin und Arbeitshaltung der Schüler am BSG vor allem die offenen Unterrichtsformen wie Gruppenarbeit und Lernzirkel. Man stimmte darin überein, dass diese Methoden trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wie Stofffülle und Zeitdruck einen großen Lernfortschritt ermöglichen und an beiden Schularten einen festen Platz im Repertoire des Lehrers einnehmen sollen. In Fortsetzung der fundierten Arbeit an den Grundschulen unternimmt das Benedikt-Stattler-Gymnasium große Anstrengungen um diesen offenen Unterricht zu realisieren. Vor allem in den Intensivierungsstunden in der Unterstufe soll damit eine optimale Förderung eines jeden einzelnen Schülers erreicht werden.

Zur Diskussion kam zudem, dass der Druck auf die Schüler der 4. Klassen enorm groß sei, da zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung anstehe, ob sie auf das Gymnasium übertreten können. Von Seiten der Gymnasiallehrer wurde dazu die Meinung vertreten, es sei für die Schüler sogar eine Entlastung und Erleichterung, wenn sie schließlich in der 5. Jahrgangsstufe des Gymnasiums angekommen seien, in der sie in der Regel sehr schnell Fuß fassen und Zutrauen zu ihren neuen Lehrern gewinnen.

Am Ende des sehr sachlichen Meinungsaustausches, der frei von Vorwürfen und Vorurteilen verlief, waren sich Grundschullehrer und Gymnasiallehrer einig, begabten Kindern auf jeden Fall die Möglichkeit einzuräumen, die gymnasiale Laufbahn einzuschlagen. Es sei unverantwortlich den Kindern gegenüber, wenn man ihnen Bildungschancen vorenthalte und ihnen damit die Möglichkeit auf einen guten Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz nehme.