Studieren leicht gemacht
Berufs- und Studienorientierung am BSG
Bad
Kötzting. Welchen Beruf soll ich später ergreifen? Welche Möglichkeiten und Chancen bieten sich mir mit dem Abitur? Wo und was will ich studieren? Diesen Fragen gingen die Oberstufenschüler des Benedikt-Stattler-Gymnasiums kürzlich nach, als sie die TU München und die Universität Passau besuchten.

Die Schüler der Q12 machten sich zusammen mit den Lehrkräften Carina Heckmann, Frank Lähner, Burghard Lang und Walter Schaffer mit dem Bus in Richtung München auf. Das Ziel war die dortige Technische Universität. Während sich die eine Gruppe zur Außenstelle nach Garching begab, setzten die anderen Teilnehmer ihren Weg zum Stammgelände in der Innenstadt fort. Beide Gruppen erhielten jeweils zunächst eine allgemeine Einführung in die breit gefächerten Studienmöglichkeiten an der TUM, vor allem die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge standen dabei im Zentrum. In der anschließenden Tour über den jeweiligen Campus gaben Studenten höherer Semester sowohl Einblicke in das Leben an der Universität aber auch Informationen zu den Wohnungs- und Job-Bedingungen in Bayerns Landeshauptstadt. Im Anschluss folgte eine Führung durch die Bibliothek, wo man über die zukünftige Bedeutung der Bibliotheken vor dem Hintergrund des Internets als Wissensplattform rege diskutierte. Anschließend teilte sich die Gruppe nochmals. Während sich die Mädchen besonders für die Architekturwerkstätten interessierten, bestaunten die Jungen den aktuellen Stand des Projekts eCARus der Fakultät Elektro- und Informationstechnik, ein überwiegend von Studenten der ersten Semester gefertigtes Elektro-Auto.

Unterdessen konnten sich die BSGler in Garching zeitgleich zwei Stunden lang in der Ausstellung „ix-quadrat" versuchen. Dabei gab es nicht nur eine Sammlung von mathematischen Objekten mit dem Schwerpunkt Geometrie zu bestaunen, sondern es boten sich den Schülern auch vielfältige Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Neben mathematischen Knobeleien konnten Platonische Körper zusammengesetzt, Brücken und Kuppeln gebaut sowie Figuren durch Überlagern von Schwingungen gezeichnet werden.

Während die Q12 in der Metropole München viele interessante Erfahrungen an der TUM gewinnen konnte, erhielten die Schüler der Q11 einen Einblick in die Studienmöglichkeiten der eher beschaulichen Universität Passau. Nach einem kleinen Rundgang über den Campus, der die Schüler sowohl an den historischen als auch an den sehr modernen Universitätsgebäuden vorbeiführte, informierte eine Bibliotheksangestellte sehr ausführlich über die vielfältigen Möglichkeiten der Bücherausleihe. Interessant war dabei, dass die Oberstufenschüler sogar von der Schule in Bad Kötzting aus, Bücher ausleihen können, was im Hinblick auf die Seminararbeit des W-Seminars für viele Schüler eine wertvolle Information war.

Anschließend stellte Frau Roider in einem sehr umfassenden Vortrag Studiengänge der Universität Passau vor, angefangen von den Bachelor-, über die Lehramts- bis hin zu den Masterstudiengängen. Erstaunen unter den Schülern löste die Vortragende besonders mit ihrem Hinweis aus, dass eine Vielzahl an Vorlesungen mittlerweile in der englischen Sprache gehalten werden, was dem Anspruch der Universität Passau, eine interdisziplinäre und internationale Ausrichtung zu verfolgen, entspricht.
Angesichts der Fülle an Informationen, die die Oberstufenschüler in den Vorträgen aufnehmen und verarbeiten durften, war das gemeinsame Mittagessen in der Mensa eine willkommene Stärkung, ehe man sich wieder auf den Heimweg nach Bad Kötzting machte.

Die Hochschulfahrten des BSG sind ein wesentlicher Bestandteil des Bus-Programms (Berufs- und Studienorientierung), der in der Oberstufe den angehenden Erwachsenen ihre Entscheidung, welchen Beruf sie später ergreifen wollen, leichter machen soll. Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung stehen in den nächsten Wochen an. Dabei werden die Schüler der Q11 u. a. Vorträge zu den Themen Studienfinanzierung und Bewerbung hören und im Januar ein Seminar in Waldmünchen besuchen.