Pantomimin Irrlicht am BSG
Bad
Kötzting. (kvk) Zusammen mit den 4. Klassen der Grundschule konnten die Schülerinnen
und Schüler der 5. Klassen des Gymnasiums in der Jahnhalle ein Theater der besonderen
Art zum sozialen Umgang besuchen. Das spezielle Theaterprogramm für Schulen
mit dem Titel "Miteinander lachen, ohne über jemanden zu lachen" fügt sich ideal
in das Konzept der Vermittlung von Selbst- und Sozialkompetenzen am Benedikt-Stattler-Gymnasium
ein. Den jungen Zuschauern wurde in der Vorstellung am Freitag vor den Osterferien
mit spielerischer Leichtigkeit vermittelt, dass man Spaß haben kann, ohne dass
dies auf Kosten anderer geht. In dem Stück "Gaukeleier" wurde ganz ohne Worte
mittels Körpersprache kommuniziert. Die ausgebildete Pantomimin Ingrid Irrlicht,
die bereits zum zweiten Mal von der Organisatorin StRin Gertrud Lauerer verpflichtet
werden konnte, verstand es vom ersten Moment an die knapp 200 Kinder in der
Jahnhalle in ihren Bann zu ziehen. Das Publikum wurde in die äußerst attraktive
Spielhandlung einbezogen. Niemand musste mitmachen, doch im Lauf der Vorstellung
wollten eigentlich fast alle dabei sein. So machten nicht nur die Buben und
Mädchen, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer der beiden Schulen die aufbauende
Erfahrung, dass man sich exponieren kann, ohne sich lächerlich zu machen, ja,
dass man Freude verbreiten kann, ohne ausgelacht zu werden. Alles in allem waren
wohl alle von der Veranstaltung begeistert.

Nicht weniger spannend war nach der Vorstellung der Körpersprache-Kurs für die
Lehrkräfte. Die Pädagogen des Gymnasiums zusammen mit drei Lehrerinnen aus der
Grundschule erfuhren in dieser praktischen Fortbildung sehr viel Interessantes
über unbewusste Signale und Mitteilungen des Körpers. Dabei stieß man auf eklatante
Unterschiede in der Körpersprache der Geschlechter.

Ingrid Irrlicht, deren Körpersprache-Kurse speziell für Schulen konzipiert sind,
zeigte auf, welche Möglichkeiten die traditionsreiche Kunst der Pantomime bietet:
Die Sensibilisierung der Wahrnehmung für den eigenen Körperausdruck und der
Körpersprache, sowie die Fähigkeit zur Konzentration und Ausrichtung auf ein
präzises Ziel. Man lernt buchstäblich auf den Punkt zu kommen und mittels exakten
Wechsels zwischen Spannung und Entspannung, fast alles Imaginäre real werden
zu lassen.

Interessant waren auch die Anregungen für den Unterricht, von denen in Zukunft
wohl auch die Schülerinnen und Schüler profitieren dürften.