Robotik - Wahlunterricht für Technik Freaks in Bogen
BSG-Lehrer besuchen das Veit-Höser-Gymnasium
Bad
Kötzting. Die Natur und Technik - Lehrer des Benedikt-Stattler-Gymnasiums trafen
sich am 22. Oktober 2008 im Veit-Höser-Gymnasium in Bogen, um sich über den
dortigen Wahlkurs Robotik zu informieren, der von StR Holger Freelandt geleitet
wird.

Seit vier Jahren nimmt sich Herr Freelandt in jedem Schuljahr ein großes Jahresprojekt
vor. Seine Gruppe baut dabei große Anlagen aus LEGO-Steinen und programmiert
die LEGO-Mindstorms so, dass vollautomatische Prozesssteuerungen entstehen.
Da die Erstellung und der Betrieb der funktionsfähigen LEGO-Anlagen den Produktionsbetrieb
in der Wirklichkeit abbildet, bekommen die mitwirkenden Schüler Kenntnisse z.B.
über die Steuerungstechnik und werden auf diese Weise spielerisch auf die technische
Berufswelt vorbereitet. Mit welcher Begeisterung und Freude die Schüler und
der Kursleiter dabei ans Werk gehen, zeigen die Tausenden von Arbeitsstunden,
die die Gruppe in den vergangenen Jahren auch an den Wochenenden und in den
Ferien aufgewendet hat.

In den letzten Jahren wurden eine Geldzählmaschine, eine Automobil-Fertigungsstraße
und eine Kaugummi-Sortieranlage hergestellt. Dieses Jahr ist es eine Flugzeugwerft,
die auf einer Grundfläche von ca. 5,5 m x 3,5 m kleine LEGO-Flugzeuge entstehen
und vom Band rollen lässt.

Herr Freelandt führte die Flugzeugwerft den Anwesenden vor, die sich von der
Größe und der Komplexität der Anlage sowie vom persönlichen Engagement von Herrn
Freelandt beeindruckt zeigten. Sobald die Farben von Flügel, Rumpf und Fahrgestell
gewählt sind, nimmt die Werft ihre Arbeit auf. Insgesamt 25 Roboterstationen
steuern die Produktion. Es ist faszinierend anzuschauen, wie die einzelnen Roboter
untereinander kommunizieren und die Bauteile greifen und zusammenfügen. Nach
etwa 3 Minuten verlässt ein fertiges LEGO-Flugzeug die Werft, bis zu drei Flugzeuge
können parallel gefertigt werden.

Herr Freelandt erläuterte die Schwierigkeiten, die bei der Planung und Ausführung
der Anlage auftraten und mit welcher Präzision vorgegangen werden musste. Die
größten Probleme lagen in der Mechanik, die Programmierung war vergleichsweise
einfach.

Geldmittel erhielt er von der Schule nicht, lediglich die notwendigen Batterien
werden gestellt. In der Flugzeugwerft stecken ca. 8000 € privates Kapital, insgesamt
hat Herr Freelandt etwa 20000 € investiert.