Eingreifen statt wegsehen - Theaterprojekt gegen Mobbing
Bad
Kötzting. (kkk) Was tun gegen Auslachen, Beleidigungen und Demütigungen am Arbeitsplatz?
- Eine Frage, die nicht nur für Erwachsene relevant ist, sondern auch für Jugendliche
in der Schule bedeutsam werden kann.

Um Mobbing in der Schule vorzubeugen, führte die Theatergruppe "Die Trampelmuse"
in der Aula des Benedikt-Stattler-Gymnasiums Bad Kötzting vor Siebtklässlern
das Präventionsstück "Herz Dame - Schwarzer Peter - Full House" auf.

In einer kurzen Einführung betonte OStD Günther Roith, der Schulleiter des Benedikt-Stattler-Gymnasiums,
wie wichtig es sei, schon den Anfängen von Mobbing zu wehren. Anschließend zeigte
sich Antje Espach vom Amt für Jugend und Familie in ihren Begrüßungsworten besonders
darüber erfreut, dass Schüler aus dem Gymnasium, der Realschule und der Hauptschule
gemeinsam die Theateraufführung ansehen würden. Die Zusammenarbeit der Schulen
in Bad Kötzting funktioniere also offensichtlich bestens, wie sie feststellte.

Doch dann legten die drei Schauspieler Christl Feiler, Gabi Graf und Stefan
Stefinsky los. Sie griffen in ihrer Vorführung immer wieder Situationen aus
dem Alltagsleben der 12- und 13-jährigen Zuschauer auf, wie z.B. Streit um Handys,
erste Liebschaften oder Familienzwistigkeiten. Auch dass Worte und Gesten verletzen
und ebenfalls Formen von Gewalt sein können, wurde daran deutlich.

Entstehungsursachen und Ausprägungen von Mobbing führte das Schauspielertrio
vor Augen. Aber ebenso mutiges Einschreiten und Zivilicourage kamen akzentuiert
und umfassend vor, um den Jugendlichen positive und sozial erwünschte Verhaltensweisen
an die Hand zu geben.

Denn, vorrangiges Ziel der Theatergruppe ist es, die Heranwachsenden für die
Thematik zu sensibilisieren. Sie sollen eben nicht wegsehen, wenn sie in ihrem
Umfeld mit Mobbing konfrontiert werden, sondern eingreifen.

Konkrete Hilfestellung und Tipps erhielten die Siebtklässler schließlich bei
der das Theaterprojekt abschließenden Interaktion, während der die Schüler selbst
auf die Bühne durften.