NEWS - „Weggeschaut ist mitgemacht“

 

 

„Weggeschaut ist mitgemacht“

Theater gegen Mobbing am Benedikt-Stattler-Gymnasium

Bad Kötzting. Im Rahmen der Ausbildung von Selbst- und Sozialkompetenz konnten die Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in der Aula der Schule ein Theater der besonderen Art besuchen. Diese Veranstaltung  der Kulturschule Leipzig ergänzt  das umfassende Programm der Schule, um die jungen Menschen präventiv in ihrer Verantwortung besonders in Bezug auf Mobbing-Probleme zu sensibilisieren.

In „Weggeschaut  heißt  Mitgemacht“ geht es um Kim, der im bereits laufenden Schuljahr neu an eine Schule kommt. Trotz der Klassenpatin Ava wird er in der Klasse gemobbt. Die Situation ist für ihn nicht neu, auch an seiner alten Schule ist ihm das passiert. Als Ava wissen will, warum er sich nicht wehrt, erzählt er ihr davon. Trotzdem ist sie ihm keine Hilfe in der Klasse, obwohl die Situation immer unerträglicher wird. Ava hat Angst, auch ausgegrenzt zu werden. So werden in dem Stück auf interessante Art und Weise die unterschiedlichen Facetten des Mobbingprozesses aufgezeigt. “Was ist Mobbing und was kann ich dagegen tun?“ ist die Frage, die gestellt wird.

Unterhaltsam und sprachlich an der Lebenswelt der Schüler orientiert, schafften es die beiden Schauspieler, ihr Publikum in die Geschichte hineinzuziehen und offensichtlich zum Nachdenken anzuregen: „Was ist falsch gelaufen? Hätte man die Situation anders lösen können?“

In der Nachbereitung ging es vor allem darum, den Schülern zu vermitteln, dass es an jedem Einzelnen liegt, ob er sich Gruppenzwängen in der Klasse beugt oder bereit ist, auf Ausgegrenzte zuzugehen. Mobbing ist kein Streit auf Augenhöhe, sondern gezieltes Quälen über einen längeren Zeitraum. Wer schweigt und wegschaut, duldet Mobbing und damit großes Leid auf Seiten der Opfer. Mobbing hört nur auf, wenn man den Mobbenden keine Plattform lässt. Jeder hat die Verantwortung, dagegen etwas zu tun und wichtig dabei ist: Hilfeholen ist kein Petzen. Diese Lösungsansätze wurden mit den Schülern entwickelt, damit soziale Ausgrenzungen im Keim erstickt werden können.

Schüler und Lehrer waren sich einig, dass es der Kulturschule Leipzig mit ihrem Auftritt gelungen ist, dieses schwierige Thema packend darzustellen und einen guten Impuls zu geben: „Gegen Mobbing muss man sich wehren, und das geht!“