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Auszeichnung Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule

Benedikt-Stattler-Gymnasium wird für seine nachhaltige Umwelterziehung geehrt

Bad Kötzting. Alle sprechen vom Klimawandel und von Nachhaltigkeit. Doch was ist der Klimawandel und wie lebt man nachhaltig? Um schon die Jüngsten der Gesellschaft für die Natur zu sensibilisieren und sie auf Verknüpfungen aufmerksam zu machen, die frühere Generationen leidhaft durch Umweltkatastrophen erfahren mussten, ist Umweltbildung in Schulen nicht mehr wegzudenken. Schulen, die wegweisend in puncto Umwelterziehung agieren, werden jedes Jahr mit der Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule“ geehrt. Am Dienstagnachmittag erhielt auch das Benedikt-Stattler-Gymnasium diese Auszeichnung aus den Händen von Umweltminister Dr. Marcel Huber in München – als eine von 70 Schulen aus Altbayern und Schwaben.

„Klimaschutz beginnt im Kleinen. Bayerns Schüler bewiesen mit ihrem Engagement, dass jeder seinen Beitrag für das Klima leisten kann“, betonte Umweltminister Huber bei der Feierstunde am Dienstag. Von Jahr zu Jahr erhielten immer mehr Schulen in Bayern die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“, denn mittlerweile komme jede vierte ausgezeichnete Schule aus dem Freistaat, erklärte der Minister. Seit 1994 werden Schulen geehrt, die selbst entwickelte Projekte zu Themen wie biologische Vielfalt, Klima- oder Umweltschutz und Nachhaltigkeit durchführen. Die Auszeichnung wurde initiiert von der Europäischen Umweltbildungsstiftung. In Deutschland vertritt die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) das Projekt. Die Auszeichnung gilt jeweils für ein Jahr, kann aber immer wieder neu erworben werden.

Die DGU gibt jedes Schuljahr vier Themenfelder vor, von denen die teilnehmenden Schulen zwei bearbeiten müssen. Für das Schuljahr 2010/2011 waren dies "Biologische Vielfalt", "Nachhaltiges Wirtschaften", "Mensch und Klima" sowie "Stadt". Die Schulen dürfen auch ein frei gewähltes Thema bearbeiten.
Am BSG hat unter der Ägide von Studienrat Karsten Nasdal das Team „symBIOse“ seinen Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt. Bei Ersterem wurde ein Rundum-Sorglos-Paket für die 5. und 6. Klasse kreiert – ab nächstem Jahr auch für die 7. Klassen. Dabei erhalten die Kinder zu Schuljahresbeginn alle nötigen Hefte samt Umschläge aus umweltfreundlichen Materialien. Außerdem wurden Recycling-Klopapier und – Kanzleibögen eingeführt und der symBIOse-Hefteverkauf bietet umweltfreundlichen Schulbedarf aus möglichst nachhaltiger Produktion an. Beim Projekt Umweltbewusstsein wurde eine Umfrage zum Umweltbewusstsein am BSG durchgeführt und die Ergebnisse mit anderen Befragungen in Deutschland verglichen. Aus direkter Konsequenz daraus sind Licht-aus-Schilder entstanden, die von Zweitklässlern der Grundschule Arnschwang (ebenfalls eine Umweltschule) gezeichnet wurden.

Neben diesen Projekten, die für die Zertifizierung ausreichend waren, gibt es am Benedikt-Stattler-Gymnasium noch weitere Initiativen zum Umweltschutz, um seine Schüler die nachhaltige Lebensweise näherzubringen.