NEWS - Umweltrecherche der BSG-Schüler in Budapest

 

 

Umweltrecherche der BSG-Schüler in Budapest

Zweite Phase des Projekts „Umwelt baut Brücken“ - Interessante Erlebnisse für Gymnasiasten in Ungarn

Bad Kötzting/Budapest. Ein Ökodorf in Ungarn ist etwas ganz anderes als eines bei uns in Deutschland. Das ist eine der vielen Erfahrungen, die zwanzig Oberstufenschüler des Benedikt-Stattler-Gymnasiums bei einem Besuch der ungarischen Hauptstadt machen durften.

„Umwelt baut Brücken“ lautet das Motto des von der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt (DBU) finanzierten Schüleraustausches mit dem Trefort Ágoston Gymnasium in Budapest. Eine Woche lang lernten die für dieses Projekt ausgewählten Elftklässler des BSG in den Familien ihrer jeweiligen Austauschpartner nicht nur deren Lebensart kennen. Sie waren auch Journalisten und recherchierten ausführlich zu einem Umweltthema.

Denn neben der Völkerverständigung und der Begegnung mit dem Budapester Großstadtleben stand vor allem das Thema Umweltschutz im Vordergrund der Reise. So besuchten die deutschen und ungarischen Schüler im Rahmen des DBU-Projekts gemeinsam das Ökodorf Galgahévíz mit angeschlossener Ökofarm. Dieses fast autark wirtschaftende Dorf, in dem Nachhaltigkeit und ökologisches Verhalten gelebt werden sollen, ist einmalig in Ungarn. Hier recherchierten die Jugendlichen einen Tag lang und fühlten Verantwortlichen, Initiatoren sowie Bewohnern auf den Zahn. Ihre Ergebnisse fassten die Schüler dann anschließend in mehreren Artikeln zusammen, welche demnächst in deutschen und ungarischen Tageszeitungen erscheinen werden.

Die Diskussionen der Jugendlichen während dieser Schreibarbeit versetzten die betreuenden Lehrkräfte Stefanie Gietl und Karsten Nasdal dabei mehrmals in Staunen, ging doch die kritische Reflexion weit über das erwartete Niveau hinaus. Zum einen zeugten die Aussagen der Schüler von einem bereits tief verankerten ökologischen Bewusstsein (wenngleich stark an deutschen Vorgaben orientiert), zum anderen erkannten sie sehr deutlich die Schwierigkeiten bei der Realisierung eines Ökodorfs in größerem Maßstab. 

Als Erholung und Ausgleich zu dieser anstrengenden geistigen Arbeit bescherten die ungarischen Lehrkräfte und Schüler der deutschen Gruppe dann abschließend noch einige unvergessliche Tage. Ob es sich nun um die Besichtigung des Parlaments, die Einführung in den ungarischen Volkstanz oder die gemeinsame Zeit mit den Partnern und deren Familien handelte – die Schüler wurden geradezu überrollt von Eindrücken und Erlebnissen. Die neu geschlossenen Freundschaften zwischen Deutschen und Ungarn führten beim Abschied sogar zu Tränen. Diese dürften aber bald vergessen sein, denn in zwei Wochen begrüßen die Oberstufenschüler des BSG ihre ungarischen Partner in Bad Kötzting zum Gegenbesuch, diesmal ganz im Zeichen eines anderen umweltrelevanten Themas: der Bergmischwald und seine Bedeutung für eine intakte Natur. Was liegt auch näher – hier im Bayerischen Wald!