NEWS - Drei BSG-Pioniere in den Ruhestand verabschiedet

 

 

Drei BSG-Pioniere in den Ruhestand verabschiedet

OStD Günther Roith würdigte den Einsatz von Klaus Wallner, Karl Werner und Johann Brandl

Bad Kötzting. Drei Lehrkräfte, die jahrzehntelang am Benedikt-Stattler-Gymnasium unterrichteten, wurden am Ende des Schuljahres am BSG verabschiedet. Bei der Lehrerkonferenz, beim Grillabend des Kollegiums, ganz besonders aber bei der Abschlussfeier mit allen Schülern ernteten die drei Pädagogen Klaus Wallner, Johann Brandl und Karl Werner großen Dank für ihren Einsatz am BSG, an dem sie sich weit über den Unterricht hinaus engagiert hatten.

Bei der Verabschiedung von StD Klaus Wallner hob Schulleiter Günther Roith hervor, dass mit ihm ein Pionier der ersten Stunde das BSG verlasse, dessen Tätigkeitsfelder an der Schule so vielfältig gewesen seien, dass eine vollständige Aufzählung gar nicht möglich sei. Seit vielen Jahren wirkte der gebürtige Nürnberger Klaus Wallner als Mitarbeiter in der Schulleitung, Jahre vorher hatte er sich als KS-Betreuer um die angehenden Abiturienten bemüht, in der Gründerzeit der Schule stellte er sein Können als Fachbereichsleiter für Chemie und Biologie unter Beweis. StD Wallner hatte ein Sicherheitskonzept für die Schule entwickelt, war Fachmann für die Unterrichtsverteilung, betreute Praktikanten und Referendare ... Seine drei Chefs, Aribo Meindl, Dieter Wiesmann und Günther Roith, schätzten ihn als einen Beamten mit einer außergewöhnlichen Berufsauffassung, als einen Mitarbeiter, auf den man sich immer und überall verlassen konnte und der nie auf die Uhr schaute. OStD Roith dankte Klaus Wallner für seinen großartigen Einsatz für das BSG und würdigte seine erzieherischen Bemühungen um die Kinder und Jugendlichen ebenso wie seinen Einsatz im Unterricht und sein vorbildliches Verhalten als Mitglied des Direktorats. Auf das offene Wesen und den Humor von Klaus Wallner wird das BSG-Kollegium nicht ganz verzichten müssen, wird er doch im kommenden Schuljahr als nebenberufliche Lehrkraft noch sechs Stunden Unterricht erteilen - in einer Zeit des großen Mangels an Pädagogen in den Fächern Chemie und Biologie eine große Hilfe für die Schule.

Ebenfalls verabschiedet wurde StD Johann Brandl, der das Glück hatte, jahrzehntelang in der Nähe seines Geburtsortes Thenried unterrichten zu können. Der Altphilologe, der in Cham das Abitur abgelegt und in München sein Lehramtsstudium absolviert hatte, war zuletzt Latein-Fachbetreuer am BSG. Über einen langen Zeitraum unterrichtete er neben Deutsch auch das Fach Ethik. Dabei gelang es ihm, humanistisches Gedankengut an die Schüler heranzutragen und ihr Interesse an der antiken Welt zu wecken. Als Lehrer versuchte Johann Brandl auch außerhalb des Klassenzimmers Bildung zu vermitteln. So nahm er die Gymnasiasten auf zahlreiche Studienfahrten mit. Besonders wichtig war es ihm immer wieder, die Schüler, die sich jahrelang mit Latein beschäftigt hatten, auch nach Rom zu entführen. Als überaus kompetenter Kenner der römischen Metropole gab er dort vielen jungen Menschen einen Einblick in diese großartige Stadt mit ihren unzähligen herausragenden antiken Stätten. Auch ihm dankte der Schulleiter für seinen Einsatz am Bad Kötztinger Gymnasium.

Der im böhmischen Leipa geborene Karl Werner hatte in Straubing sein Abitur gemacht und war nach dem Studium in München 1975 nach Kötzting gekommen. Über einen langen Zeitraum wirkte er an der Schule als Fachbetreuer für Katholische Religionslehre. Zwei Angelegenheiten seien ihm immer besonders wichtig gewesen, wie OStD Günther Roith betonte: die Ökumene und die Verbindung zu St. Gunther. Dass die Partnerschaft des BSG zur Behindertenschule St. Gunther in Cham heute einen wichtigen Mosaikstein bei der Werteerziehung der Bad Kötztinger Gymnasiasten darstellt, ist ganz wesentlich dem Religionslehrer Werner zu verdanken, der den Kontakt zu St. Gunther aufbaute und die Begegnungen zwischen beiden Bildungseinrichtungen viele Jahre lang mit tiefer innerer Überzeugung förderte. Ein großes Anliegen waren Karl Werner auch die Schulgottesdienste, die er in vorbildlicher Teamarbeit mit den Fachkollegen immer sehr gut vorbereitete und erfolgreich durchführen konnte. Als Lateinlehrer versuchte Karl Werner auch über den Unterricht hinaus zu wirken. Deshalb waren ihm die Fahrten nach Trier wichtig, die die Fachschaft jahrelang für die Neuntklässler veranstaltete. Günther Roith dankte dem pflichtbewussten Lehrer und Erzieher für seinen Einsatz.

Elternbeiratsvorsitzende Rosemarie Käser sagte den drei Pädagogen, die das BSG verlassen, im Namen der Eltern Dank für ihre Arbeit, Personalratsvorsitzender Ulrich Hörner verabschiedete sie für das Kollegium. Bild: (von links) OStD Günther Roith, Klaus Wallner, Johann Brandl, Karl Werner, Elternbeiratsvorsitzende Rosemarie Käser