Begegnung mit Überlebenden des Holocaust am BSG
Bad
Kötzting. Am Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting hatten die Schülerinnen
und Schüler der neunten Jahrgangsstufe am Dienstag die Möglichkeit, sich durch
sechs Zeitzeugen über die Epoche des Holocaust zu informieren. Damit reihte
sich diese Veranstaltung in die thematische Auseinandersetzung mit dem "Nationalsozialismus"
ein. Im Rahmen eines Vortrags erzählten die Gäste aus Polen von ihren Erlebnissen
und Eindrücken zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die damals 14-Jährigen vermittelten
dem interessierten Publikum eine Schilderung ihres Alltagslebens während der
NS-Diktatur und legten den Schülerinnen und Schülern ergreifende Einzelschicksale
dar. Die Zuhörer erhielten so aus erster Hand Informationen über Misshandlungen
und Ausgrenzung, Angst, Flucht und Umsiedlungen, aber auch über Begegnungen
mit Oskar Schindler und die Hoffnung auf einen Neuanfang nach Kriegsende. Die
Schülerinnen und Schüler folgten den Ausführungen der Gäste mit Spannung und
großem Interesse und konnten abschließend noch eigene Fragen an die Zeitzeugen
stellen. So wollten die Jugendlichen beispielsweise wissen, wie man sich im
KZ motivieren könne, um weiterzuleben, oder wie die Überlebenden den heutigen
Umgang mit dem Thema Nationalsozialismus bewerten würden. Die Gäste beantworteten
die Fragen offen und bereitwillig und ermunterten die jungen Zuhörer dazu, sich
um Empathie bezüglich ihrer Mitmenschen zu bemühen und forderten die Schülerinnen
und Schüler auf, jeden Menschen als gleichberechtigt zu betrachten.