Unsere MODUS21-Maßnahmen am BSG:
1) Zwischenberichte anstatt Zwischenzeugnis:
Maßnahmen und Ziele:
Das Zwischenzeugnis zum Halbjahr entfällt. Stattdessen erhalten die Erziehungsberechtigten
im Dezember und im April einen detaillierten Zwischenbericht, aus dem alle schriftlichen
Einzelleistungen, der Durchschnitt der jeweiligen mündlichen Noten und der Gesamtnotendurchschnitt
ersichtlich sind, und der darüber hinaus wichtige pädagogische Hinweise enthält.
Die Eltern erhalten frühzeitig und zu zwei Zeitpunkten innerhalb des Schuljahres
(Anfang Dezember und Anfang April) einen genauen Überblick über die Leistungen
ihres Kindes. Der Kontakt zwischen Elternhaus und Schule wird damit ebenfalls
intensiviert.
Verantwortliche und Beteiligte:
Schulleitung, alle Lehrer, Jgst. 5-11
2) Vermittlung von Lebenskompetenz:
Maßnahmen und Ziele:
In den 5., 6. und 7. Klassen finden fünf bis sechs (gleichmäßig über das
Schuljahr verteilte) Unterrichtseinheiten mit interaktiven Lernformen statt.
Das Konzept ist curricular angelegt und wächst bis zur 10. Klasse hoch. Die
Schülerinnen und Schüler sollen langfristig und kontinuierlich in ihrer persönlichen
Entwicklung zu verantwortungsbewussten Menschen unterstützt werden. Es sollen
Einsichten, Fähigkeiten und Lösungsstrategien vermittelt bzw. eingeübt werden,
die zu Selbst- und Sozialkompetenz führen.
• Verbesserung der Klassenatmosphäre, respektvoller
Umgang miteinander, Integration von Außenseitern
• Stärkung des sozialen Miteinanders
• Fähigkeit zu konstruktiver Konfliktlösung
• Erkennen von eigenen Stärken und Schwächen
• Entwicklung von Selbstsicherheit
• Verringerung des Ge- und Missbrauchs psychoaktiver
Substanzen (Alkohol, Nikotin, Medikamente, illegale Drogen)
Verantwortliche und Beteiligte:
Frau Lauerer (Gesamtkoordination), Herr Gietl (Unterstufenbetreuer); Verantwortliche
der einzelnen Klassen, die durch Schulung, Hospitation und Einbindung in die
Unterrichtseinheiten mit dem Konzept vertraut werden. Weiterhin beteiligt ist
das Landratsamt (Amt für Jugend und Familie).
3) Klassenrat:
Maßnahmen und Ziele:
Eng verknüpft mit der Vermittlung von Lebenskompetenzen ist die Durchführung
des Klassenrates, der je nach Dringlichkeit in Absprache mit den Klassenlehrern
stattfindet. Immer dann, wenn Probleme anstehen, werden diese von den Schülerinnen
und Schülern schriftlich festgehalten und in den Klassenrat gebracht. Dabei
lernen die Schülerinnen und Schüler allmählich Konflikte selbst konstruktiv
zu lösen, bevor ein Streit eskaliert oder eine Situation zu verfahren ist. ab
der Jahrgangsstufe 5: Die Schüler sollen lernen, Konflikte selbst im Klassenrat
konstruktiv zu lösen. Der Klassenrat findet ein Mal pro Woche in Absprache mit
den Fachlehrern bzw. je nach Dringlichkeit statt.
• Fähigkeit zu konstruktiver Konfliktlösung
• verbesserte Lernatmosphäre
• verbessertes Klassenklima
• Einübung in "Demokratie"
Verantwortliche und Beteiligte:
Jeweilige Klassenleiter in Absprache mit den Klassenlehrern; v.a. 5., 6.
und 7. Klassen, zunehmend auch höhere Klassen
4) Projekt Geschichte/Sozialkunde:
Maßnahmen und Ziele:
Die drei 10. Klassen werden in diesen beiden Fächern zu zwei Lerngruppen
zusammengefasst. Jede Gruppe wird pro Woche und Fach einstündig in Form einer
Vorlesung unterrichtet. An sechs Tagen im Schuljahr findet ergänzend ein Projekttag
statt, an dem die Schüler in freien Unterrichtsformen den Stoff vertiefen. Als
Leistungserhebung findet zum Halbjahr ein 15-minütiges Kolloquium pro Schüler
statt, der Jahresstoff wird zum Ende des Schuljahres in Form einer Abschlussklausur
abgeprüft. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Die
durch die Projekttage ausfallenden Stunden werden durch eine wöchentliche Projektkompensationsstunde
ausgeglichen.
Die Themen der Projekttage:
1. Bundestagswahl
2. Begegnung mit polnischen Juden - Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte
3. Europa
4. Internationale Politik
5. Menschenrechte
6. noch offen
Ziele:
• Raum für Projekte, die sehr viel Zeit in einem
Block erfordern, schaffen
• Der Stoff wird vertieft behandelt
• Die Interessenschwerpunkte der Schüler werden berücksichtigt.
• Die Schüler werden an diesen Projekttagen selbst aktiv.
• Sie erarbeiten sich die Themen in Gruppen, was ein
hohes Maß an Teamgeist erfordert.
• Sie müssen ihre Ergebnisse in angemessener Form präsentieren
und arbeiten sich somit in moderne Präsentationsformen ein (Powerpoint); die
Schüler verwenden ihnen vertraute Medien, da mit dem Lehrerteam auch intensiv
über E-Mail kommuniziert wird.
• Die Nachhaltigkeit des Lernens wird durch die langfristigen
Prüfungsformen (Kolloquium und Abschlussklausur) forciert.
Verantwortliche und Beteiligte:
Herr Roith, Frau Freimuth und Herr Kolbeck in Zusammenarbeit mit zahlreichen
externen Partnern; Jgst. 10
5) Absentenregelung in der KS 12/13:
Maßnahmen und Ziele:
Die formale Entschuldigungspflicht der Kollegiaten entfällt; die Abwesenheit
befreit sie nunmehr allerdings nicht von Leistungserhebungen. Unterschreitet
ein Kollegiat eine Anwesenheitsquote von 75% aller im jeweiligen Kurs stattgefundenen
Sitzungen, muss er eine Ersatzprüfung ablegen.
Die Schüler werden zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit erzogen
sowie auf die Anforderungen in Studium und Beruf vorbereitet.
Verantwortliche und Beteiligte:
Schulleitung und Kollegstufenbetreuer, KS 12/13
Projekte der einzelnen Fachschaften:
Fachschaft Deutsch:
Maßnahmen und Ziele:
Ersatz einer regulären Schulaufgabe durch jeweils eine Grammatikschulaufgabe
in den Jgst. 5 und 7
• Erziehung der Schüler zu nachhaltigem Lernen
• Basiswissen für Fremdsprachen festigen
Fachschaft Französisch:
Maßnahmen und Ziele:
• Gewichtung der schriftliche Leistungen zu den mündlichen
Leistungen im Verhältnis 1:1 in den Jgst. 6-11
• Stegreifaufgaben können angesagt werden
• Mündliche Gruppenprüfung als Ersatz einer Schulaufgabe
- Betonung der mündlichen Leistungen in der Fremdsprache
- Erwerb einer besseren Sprachkompetenz
Fachschaft Chemie:
Maßnahmen und Ziele:
• Unangesagter Stegreifarbeiten über den Stoff von
zwei Stunden
• Grundwissentests in allen Jahrgangsstufen
• Tag der Chemie: Schüler lehren Schüler
• Förderung von nachhaltigem Lernen
Fachschaft Geografie:
Maßnahmen und Ziele:
• Themenbereichsarbeiten (Stoff von ca. 6 Stunden),
die als doppelte mündliche Note gewertet werden
• Förderung von nachhaltigem Lernen und Aufbau eines
Kernwissens
• Geographische Informationssysteme (GIS): Projekt der
11. Jgst. in Zusammenarbeit mit externen Partnern (Landratsamt Cham)
Fachschaft Katholische Religionslehre:
Themenbereichsarbeiten zur Förderung von nachhaltilgem Lernen und Aufbau eines
Kernwissens
Fachschaft Biologie:
• Ersatz der letzten Stegreifaufgabe durch Grundwissentest
in Jgst. 5 -10
• Eine mündliche Projektnote in Jgs.5/6 (zählt wie eine
Stegreifaufgabe)
• Förderung von nachhaltigem Lernen
Fachschaft Latein:
Schulaufgabenwertung in Jgst.6-8:
• Übersetzung zählt im Vergleich zu der Zusatzaufgabe
2 zu 1;
• Sperrklausel: mit Note 6 in der Übersetzung ist in
der Gesamtwertung nur noch die Note 5 möglich
Fachschaft Mathematik:
In Jgst. 5 -11 besteht die Möglichkeit des Verzichts auf "echte" mündliche Noten
durch Vorrechnen;
stattdessen kann eine Stegreifaufgabe als "echte" mündliche Note gewertet werden
Zusammenarbeit mit externen Partnern:
1) Exercitium paedagogicum:
Maßnahmen und Ziele:
Vorstellung des BSG Kötzting durch den Schulleiter am 9. November 2004 bei
den Passauer Pädagogikstudenten Beginn der Assistenzlehrertätigkeit im Frühjahr
2005
Verantwortliche und Beteiligte:
Schulleiter Herr Roith sowie mehrere Lehrkräfte, Studenten der Uni Passau
2) Tatfunk:
Maßnahmen und Ziele:
In einem Grundkurs in der KS12 wird von zwölf Schülerinnen und Schülern
eine sendereife Hörfunksendung produziert.
• Selbstständiges und zugleich teamorientiertes Arbeiten
• Erwerb von Kompetenzen im unternehmerischen Denken
und Handeln
• Einblick in den journalistischen Berufsalltag
• Planung einer Hörfunksendung und Arrangement der Bausteine
im Plenum
• Erstellung von Sendungsbausteinen in journalistischer
Einzel- oder Teamarbeit
• Zusammenarbeit mit dem Mediencoach
Verantwortliche und Beteiligte:
Frau Freimuth, Mediencoach Frau Renate Rossberger, Bayerischer Rundfunk,
Kuenheim-Stiftung, SchülerInnen der KS 12
3) Wahlfach Berufliche Orientierung:
Maßnahmen und Ziele:
Schüler der Klassen 9-11 erhalten im Gespräch mit Vertretern verschiedenster
Berufsgruppen Einblick in deren Tätigkeitsfeld und Berufsalltag. Zu jeder Sitzung
wird ein Vertreter einer für die Schüler interessanten Berufsgruppe eingeladen.
Der Ansprechpartner wird hauptsächlich von den Schülern selbst organisiert.
• Eindruck vom Berufsleben im Allgemeinen
• Informationen über die Bandbreite möglicher Berufe
und über ihre eigenen "Traumberufe"
Verantwortliche und Beteiligte:
Frau Maier, Schüler der Jgst. 9-11, verschiedene externe Referenten
4) Partnerschule des Wintersports:
Maßnahmen und Ziele:
Wintersportbegabten soll parallel zu intensiver Sportförderung gymnasiale
Bildung ermöglich werden.
Verantwortliche und Beteiligte:
Schulleitung, Skigau Bayerwald, BSV, DSV Beginn im Schuljahr 2005/2006
5) TU München/Wettzell:
Maßnahmen und Ziele:
Im Fachbereich Physik wird eine intensive Zusammenarbeit mit der Geodäsie-Station
Wettzell (Außenstelle der TU München) mit konkreten Unterrichtsmaßnahmen angestrebt.
Aktuelles Projekt:
In Zusammenarbeit mit der Fachoberschule Cham und dem BIZ Cham wird ein
Foucaultsches Pendel gebaut, mit dem gemeinsame unterrichtliche und außerunterrichtliche
Projekte durchgeführt werden.
Verantwortliche und Beteiligte:
FS Physik, Geodäsie-Station Wettzell/TU München (Prof. Dr. Ulrich Schreiber)
Jgst. 8-13