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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Aktuelles 2017

Eintauchen in die französische Sprache und Kultur26 Achtklässler verbringen unvergessliche Tage in französischen Gastfamilien

Auch Goe­the pf­leg­te schon zu sa­gen, dass ein ge­schei­ter Mensch die bes­te Bil­dung auf Rei­sen fin­det. Das konn­ten auch in die­sem Schul­jahr 26 Acht­kläss­ler wäh­rend des ers­ten Teils des Fran­k­reich­aus­tauschs des Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­ums mit dem Col­lè­ge Ge­or­ges Bras­sens in Saint-Ar­noult er­fah­ren. Denn es zeig­te sich ein­mal wie­der, dass ei­ne Be­geg­nung mit der Kul­tur des Nach­bar­lan­des für die Ju­gend­li­chen nicht nur in sprach­li­cher und kul­tu­rel­ler, son­dern auch in per­sön­li­cher Hin­sicht ei­ne gro­ße Be­rei­che­rung dar­s­tellt.

Be­reits auf der Bus­fahrt nach Fran­k­reich herrsch­te bei den deut­schen Schü­l­ern gro­ße Vor­f­reu­de. Auch wenn die Ju­gend­li­chen be­reits seit Wo­chen über Brie­fe, E-Mail oder Fa­ce­book in Kon­takt stan­den, war ei­ni­gen doch die Ner­vo­si­tät an­zu­se­hen, als man nach ei­ner zwölf Stun­den lan­gen An­rei­se end­lich in Saint-Ar­noult ein­traf. Aber nach ei­ner herz­li­chen Be­grüß­ung – Küs­schen oder Hand­schlag – war das Eis sch­nell ge­bro­chen und der ers­te ge­mein­sa­me Abend in der Fa­mi­lie konn­te be­gin­nen. Ein wich­ti­ges Ziel ei­nes Schü­ler­aus­tau­sches ist es näm­lich, voll und ganz in den All­tag des an­de­ren Lan­des und in das Le­ben in ei­ner Gast­fa­mi­lie ein­zu­tau­chen.

Am nächs­ten Mor­gen tra­fen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit ih­ren Lehr­kräf­ten StRin Si­mo­ne Gru­ber und StR To­bias Hackl an der Schu­le, wo sie von den Mit­g­lie­dern der Schul­lei­tung herz­lich will­kom­men ge­hei­ßen wur­den. Frau Mar­que, die Lei­te­rin des Col­lè­ge, be­grüß­te die Grup­pe und lud sie zu ei­nem klei­nen Will­kom­mens­früh­s­tück ein. Bei der an­sch­lie­ßen­den Schul­haus­füh­rung wur­de den deut­schen Schü­l­ern sch­nell be­wusst, dass sich das deut­sche und das fran­zö­si­sche Schul­sys­tem sehr von­ein­an­der un­ter­schei­den. Die BSG­ler hat­ten zu­dem auch die Mög­lich­keit, in Klein­grup­pen an ei­ni­gen Un­ter­richts­stun­den teil­zu­neh­men. Nach ei­nem ge­mein­sa­men Mit­ta­ges­sen in der Schul­kan­ti­ne, er­kun­de­ten al­le am Nach­mit­tag im Rah­men ei­ner Stad­tral­lye Saint-Ar­noult. Den deut­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler be­rei­te­te es Freu­de, lan­des­ty­pi­sche Spe­zia­li­tä­ten zu su­chen und mit den Ein­woh­nern von Saint-Ar­noult zu sp­re­chen, um die Auf­ga­ben der Ral­lye zu er­fül­len.

Frau Devaux, die Deut­sch­leh­re­rin am Col­lè­ge, hat­te für die an­de­ren Ta­ge ein ab­wechs­lungs­rei­ches Aus­flug­s­pro­gramm or­ga­ni­siert. So war das Ziel des ers­ten ge­mein­sa­men Aus­flugs Char­t­res. Die be­rühm­te Ka­the­dra­le mit ih­ren herr­lich bun­ten Glas­fens­tern stell­te den ers­ten Pro­gramm­punkt dar. Die deut­schen Schü­ler wur­den von ih­ren Aus­tausch­part­nern durch die Ka­the­dra­le ge­führt und er­fuh­ren vie­le De­tails über die Glas­fens­ter. An­sch­lie­ßend konn­ten die Teil­neh­mer ih­re ei­ge­nen künst­le­ri­schen Fähig­kei­ten in ei­nem Work­shop un­ter Be­weis stel­len. Nach­dem sie in die Kunst der Her­stel­lung der Bunt­glas­fens­ter ein­ge­führt wor­den wa­ren, ge­stal­te­ten sie ihr ei­ge­nes klei­nes Kir­chen­fens­ter, das sie dann mit nach Hau­se neh­men durf­ten. Beim zwei­ten ge­mein­sa­men Aus­flug zeig­te sich zu­nächst, dass man bei ei­ner Fahrt nach Pa­ris im­mer mit gro­ßer Ver­zö­ge­rung zu rech­nen hat. Die Grup­pe stand im Stau. Trotz ei­ni­ger Ver­spä­t­ung be­such­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ge­mein­sam mit ih­ren Leh­rern die Sain­te Ch­a­pel­le (Hei­li­ge Ka­pel­le) und die Con­cier­ge­rie, wel­che zu­nächst als Kö­n­ig­s­pa­last und wäh­rend der fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on als Ge­fäng­nis di­en­te. Auch die ehe­ma­li­gen Zel­len von Ma­rie An­toi­net­te konn­ten be­sich­tigt wer­den. Bei strah­len­dem Son­nen­schein be­wun­der­ten die BSG­ler mit ih­ren Aus­tausch­part­nern bei ei­ner Schiff­fahrt auf der Sei­ne ei­ni­ge Se­hens­wür­dig­kei­ten der Stadt der Lie­be vom Was­ser aus. Ei­nen krö­nen­den Ab­schluss stell­ten der Be­such und die Be­s­tei­gung des Eif­fel­turms dar. Von der Aus­sichts­platt­form bot sich ein be­ein­dru­cken­der Blick auf fran­zö­si­sche Haupt­stadt, die al­len si­cher­lich noch lan­ge in Er­in­ne­rung blei­ben wird.

Beim Ab­schieds­fest, zu dem Frau Devaux al­le ih­re Deutsch­schü­ler ein­ge­la­den und zu dem je­des Land Pro­gramm­punk­te vor­be­rei­tet hat­te, lie­ßen Schü­ler und Leh­rer die sc­hö­nen ver­gan­ge­nen Ta­ge noch ein­mal Re­vue pas­sie­ren. Da­zu hat­ten die Deut­schen klei­ne Sket­che ein­stu­diert, mit wel­chen sie den fran­zö­si­schen Part­nern ih­ren Dia­lekt näh­er­brin­gen woll­ten. Ih­re Part­ner tru­gen mit ei­nem klei­nen Quiz zum Ge­lin­gen des Fes­tes bei.

Ehe man sich ver­sah, trat man vol­ler Weh­mut den Heim­weg an. Die vie­len ge­mein­sa­men Er­leb­nis­se wer­den al­len Be­tei­lig­ten noch lan­ge im Ge­dächt­nis blei­ben. Vol­ler Vor­f­reu­de er­war­ten die BSG­ler nun bald ih­re Part­ner, die im Mai nach Bad Kötz­ting rei­sen wer­den.

Gro­ße Be­geis­te­rung auf dem Eif­fel­turm