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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Aktuelles 2017

Klare Sicht für die Schüler des BSGProjekt zur Suchtprävention in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt

„Freu­de an der Ver­ant­wor­tung“ – un­ter die­sem Mot­to steht am Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­um seit Jah­ren die Stär­kung der Selbst- und So­zial­kom­pe­tenz durch ei­nen ei­gens ent­wi­ckel­ten Lehr­plan, den al­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Lau­fe ih­rer Gym­na­sial­zeit durchlau­fen. Ei­nen The­men­be­reich, dem die Lehr­kräf­te bei der Ent­wick­lung ih­res Kon­zepts ei­nen be­son­de­ren Stel­len­wert zu­ge­wie­sen ha­ben, stellt da­bei die Sucht­präv­en­ti­on dar. So eta­b­lier­te Stu­di­en­rä­tin Jas­min Kel­ler­mei­er heu­er erst­mals auch ein Pro­gramm un­ter dem Schlag­wort „Sucht­präv­en­ti­on von Schü­l­ern für Schü­l­er“, in­dem für die un­te­ren Jahr­gangs­stu­fen erst­mals so ge­nann­te Sucht­tu­to­ren be­s­tellt wur­den. Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus den 10. Klas­sen ha­ben sich ei­gens hier­für schu­len las­sen und führ­ten nun mit Un­ter­stüt­zung des Ge­sund­heit­sam­tes das Pro­jekt „Klar­Sicht – ein Mit­mach­Par­cours zu Ta­bak und Al­ko­hol“ durch.

An zwei Ta­gen wur­den al­le 8. Klas­sen des BSG in lo­cke­rer At­mo­sphä­re ins grü­ne Klas­sen­zim­mer ein­ge­la­den, um sich in­ten­siv mit den Fol­gen ei­ner Such­t­er­kran­kung au­s­ein­an­der­zu­set­zen. In Klein­grup­pen durch­lie­fen die Gym­na­sias­ten Sta­tio­nen zu den The­men Rau­chen, Wer­bung für Sucht­mit­tel und Al­ko­hol. Hier konn­ten sie sich im Ge­spräch mit den Sucht­tu­to­ren in­ten­siv mit der je­wei­li­gen Dro­ge und den da­für ent­wi­ckel­ten Ver­mark­tungs­st­ra­te­gi­en au­s­ein­an­der­set­zen. An der Sta­ti­on zum The­ma Rau­chen bei­spiels­wei­se ging es um die mas­si­ven ge­sund­heit­li­chen Ne­ga­tiv­fol­gen ge­n­au­so wie um das Pas­siv­rau­chen und den Aus­s­tieg aus der Sucht. Be­son­de­res ge­fiel den Ju­gend­li­chen auch der Par­cours, der mit ei­ner Rausch­bril­le durchlau­fen wer­den konn­te. Ver­schie­de­ne Auf­ga­ben wie das Sch­rei­ben des ei­ge­nen Na­mens, das Auf­he­ben ei­ner Geld­mün­ze oder auch die Be­wäl­ti­gung ei­ner Hin­der­nis­st­re­cke muss­ten mit die­ser Bril­le, die ei­nen Zu­stand un­ter Al­ko­ho­l­ein­fluss si­mu­liert, ab­ge­ar­bei­tet wer­den. „Wür­det ihr ei­nen Freund in die­sem Zu­stand noch al­lein nach Hau­se ge­hen las­sen?“ lau­te­te die Fra­ge des Sucht- und Dro­gen­be­auf­trag­ten des Ge­sund­heit­sam­tes, Herrn Ur­bas, nach die­ser Er­fah­rung. Die ein­hel­li­ge Ant­wort war ein Pläd­o­y­er für die Über­nah­me von ge­gen­sei­ti­ger Ver­ant­wor­tung.

Die re­gen Dis­kus­sio­nen an den Sta­tio­nen zeug­ten zum ei­nen von der Re­le­vanz des The­mas für die Ju­gend­li­chen, zum an­de­ren zeig­te sich auch, dass das eva­lu­ier­te Kon­zept des Pro­jekts auf­geht: Nicht der mo­ra­li­sche Zei­ge­fin­ger ist es, der ei­nen Lern­pro­zess in­i­ti­iert, son­dern die of­fe­ne Dis­kus­si­on und Re­fle­xi­on der ei­ge­nen Ein­stel­lung zu Dro­gen und Sucht­mit­teln.

Zum Ab­schluss des Pro­jekts wa­ren sich die Teil­neh­mer ei­nig, dass man das Be­wusst­sein für die Pro­b­le­me, die aus Ta­bak- und Al­ko­hol­kon­sum ent­ste­hen kön­nen, schär­fen müs­se und in je­dem Fall un­ter Freun­den Ver­ant­wor­tung fü­r­e­in­an­der über­neh­men müs­se.

Ein­füh­rung in das Kon­zept von "Klar­Sicht"

Bei der Talkrun­de konn­ten ver­schie­de­ne Aspek­te an­hand von Kar­ten vi­sua­li­siert wer­den.

Volks­dro­ge Ta­bak – die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in­for­mie­ren sich über die Fol­gen des Rau­chens.

Die Rausch­bril­le zeig­te die ein­ge­schränk­te Hand­lungs­fähig­keit auf.