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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Aktuelles 2017

Verabschiedung des Schulleiters OStD Günther Roith am 26. Juli 2017

Was mir am meisten fehlen wird,  sind unsere Schülerinnen und SchülerRede des OStD Günther Roith anlässlich seiner feierlichen Verabschiedung

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler,

lie­be Ab­i­tu­ri­en­tin­nen,

lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen!

Sehr ge­ehr­ter Herr Mi­nis­te­rial­be­auf­trag­ter Hu­ber,

lie­ber Franz Xa­ver,

sehr ge­ehr­ter Herr Land­rat und Be­zirks­tags­prä­si­dent Löf­f­ler,

sehr ge­ehr­ter Herr BRK-Prä­si­dent und ehe­ma­li­ger Land­rat Zell­ner,

sehr ge­ehr­te Her­ren Ab­ge­ord­ne­te Hol­mei­er, Dr. Vet­ter und Hopp,

sehr ge­ehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter Hof­mann,

sehr ge­ehr­te Her­ren Bür­ger­meis­ter und Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen Schul­lei­ter,

sehr ge­ehr­te El­tern­bei­rä­te und Mit­g­lie­der der BSG-För­der­ve­r­ei­ni­gung,

sehr ge­ehr­te Bil­dung­s­part­ner und Ver­t­re­ter des öf­f­ent­li­chen Le­bens,

mei­ne lie­ben Freun­de und mei­ne lie­be Fa­mi­lie!

Heu­te vor ei­ner Wo­che stell­te mir Herr Sc­hötz, un­ser Haus­meis­ter, ei­ne Fra­ge: „Herr Roith, wis­sen Sie ei­gent­lich, was der 26. Ju­li für ein Tag ist?“ Ich run­zel­te die Stirn und über­leg­te. Dann fiel mir ein, dass ich an die­sem Tag ver­ab­schie­det wer­den soll – und dass da mei­ne Toch­ter Na­mens­tag fei­ern kann. Da sch­mun­zel­te mein Ge­spräch­s­part­ner und er­gänz­te: „Am 26. Ju­li ist es ge­nau zehn Jah­re her, dass Sie und Frau Mai­er das ers­te Vor­stel­lungs­ge­spräch mit mir ge­führt ha­ben.“ Ich wies dar­auf hin, dass das ein sehr gu­tes Ge­spräch ge­we­sen sei und dass wir mit der Ein­stel­lung von Herrn Sc­hötz als Haus­meis­ter ei­ne her­vor­ra­gen­de Ent­schei­dung ge­trof­fen hät­ten.

Die­se Epi­so­de er­zäh­le ich Ih­nen des­halb, sehr ver­ehr­te An­we­sen­de, weil ein gu­ter Haus­meis­ter et­was ganz Wich­ti­ges ist. Wie er sei­ne Ar­beit ver­rich­tet, wie er mit den Lehr­kräf­ten um­geht, ob er mür­risch oder freund­lich ist – all das hat ei­nen nicht zu un­ter­schät­zen­den Ein­fluss auf das Kli­ma an ei­ner Schu­le. Da­her ha­be ich heu­te al­len Grund, mich bei Ih­nen, lie­ber Herr Sc­hötz, und auch bei Ih­rer Frau, lie­be Frau Sc­hötz, ganz herz­lich zu be­dan­ken für Ih­ren Ein­satz an un­se­rem Gym­na­si­um, vor al­lem aber auch für die Freund­lich­keit, mit der Sie bei­de un­se­ren Kin­dern und Ju­gend­li­chen und auch un­se­ren Lehr­kräf­ten ge­gen­über­t­re­ten. In die­sen Dank sch­lie­ße ich auch das Haus­meis­ter­ehe­paar Gmein­wie­ser ein, mit dem ich sechs Jah­re lang sehr gut zu­sam­men­ar­bei­ten durf­te.

Weil von gu­ten Geis­tern im Haus die Re­de ist, kom­me ich jetzt gleich auf un­se­re Se­k­re­tä­r­in­nen zu sp­re­chen. Lie­be Frau Wie­de­rer, lie­be Frau Klings­ei­sen, Sie wa­ren mei­ne rech­te Hand, Sie ha­ben im­mer mit­ge­dacht, vor­aus­ge­dacht, ge­plant, rasch rea­giert, Ar­bei­ten in Win­de­s­ei­le er­le­digt, mit­un­ter so­gar übe­r­eif­rig – und das al­les im­mer bei bes­ter Lau­ne und mit ei­ner herz­li­chen Freund­lich­keit. Sie bei­de ha­ben mich täg­lich bei mei­ner Ar­beit be­g­lei­tet und mir den di­enst­li­chen All­tag an­ge­nehm ge­macht. Ein ganz herz­li­ches „Ver­gelt’s Got­t“ sa­ge ich Ih­nen da­für und ich den­ke da­bei auch an Ih­re Vor­gän­ge­rin­nen In­grid Kn­auth und Ma­rian­ne Sch­mid.

Jetzt aber bli­cke ich bei mei­ner Dank­sa­gung mehr als 50 Jah­re zu­rück. 1962/63 be­such­te ich die fünf­te Klas­se der Ka­tho­li­schen Kn­a­ben­volks­schu­le Cham. Kaum je­mand trat da­mals schon nach der vier­ten Klas­se an das Gym­na­si­um über, nur sehr we­ni­ge nach der fünf­ten. Von uns 56 Schü­l­ern in mei­ner Fünf­ten wa­ren es ge­ra­de mal drei Schü­ler – und ich war der ein­zi­ge, des­sen El­tern kei­ne Aka­de­mi­ker wa­ren. Da­her bin ich mei­ner Mut­ter und mei­nem Va­ter noch heu­te un­end­lich dank­bar, dass sie mir den Be­such des Gym­na­si­ums er­mög­licht ha­ben – zu ei­ner Zeit, zu der das, ins­be­son­de­re für Kin­der von El­tern, die selbst kei­ne Ge­le­gen­heit hat­ten, ei­ne höhe­re Schu­le zu be­su­chen, ei­ne ab­so­lu­te Aus­nah­me war.

Wer meint, dass es mei­ne Leh­rer am Gym­na­si­um mit mir leicht ge­habt hät­ten, irrt ge­wal­tig. Be­reits nach vier Wo­chen an der neu­en Schu­le schon ver­pass­te mir der­Hup­ferl, un­ser Kuns­t­er­zie­her, we­gen Reis-Schie­ßens ei­nen Ar­rest, der Bau­er Sepp zog mich an den „Sch­malz­fe­dern“, weil ich un­ent­wegt schwätz­te, der „Bat­schi“ nahm mir das Bio­lo­gie­heft un­ter dem Hin­tern weg, als er mich in der 8. Klas­se beim Spi­cken er­wisch­te, mei­ne Eng­li­sch­leh­re­rin Bär­bel Bey­er er­trug mit be­wun­derns­wer­ter Ge­duld das spät­pu­bertä­re Ver­hal­ten, das ich mit mei­nem Ban­knach­barn Char­ly Zeit­ler an den Tag leg­te – und mein um­fas­send ge­bil­de­ter So­zial­kun­de­leh­rer Carl Bruck­may­er schrieb mich nicht ab, ob­wohl mei­ne Leis­tun­gen, ins­be­son­de­re im Fach Latein, in dem er mich eben­falls un­ter­rich­te­te, im­mer sch­lech­ter wur­den. Ich dan­ke mei­nen Leh­rern am Gym­na­si­um da­für, dass sie mir über all die Jah­re so gro­ßes Ver­ständ­nis ent­ge­gen­brach­ten und im tiefs­ten In­ners­ten da­ran glaub­ten, dass aus mir ein­mal doch et­was wer­den könn­te.

Ich dan­ke den Geist­li­chen Karl Leibl, Wal­ter Paul und Edu­ard Ka­inz, die da­für ver­ant­wort­lich wa­ren, dass ich nicht nur Mit­g­lied in Mi­ni­s­tran­ten­grup­pen und bei der KJG wur­de, son­dern be­reits als Ne­unt­kläss­ler zwei Ju­gend­grup­pen lei­te­te, was für mei­nen spä­te­ren Le­bens­weg ganz si­cher nicht oh­ne Be­deu­tung war.

Schon als 15-jäh­ri­ger fing ich an, Be­rich­te für die Zei­tung zu ver­fas­sen, zu­nächst für den Bay­er­wald An­zei­ger, dann auch für das Bay­er­wald Echo und die Cha­mer Zei­tung. Vor al­lem von Er­win Gn­an und Eber­hard He­ger, zwei be­g­na­de­ten Re­dakteu­ren, lern­te ich viel über jour­na­lis­ti­sches Ar­bei­ten, was mir in mei­nem spä­te­ren Le­ben sehr zu­gu­te kam. So über­trug man mir, als ich als jun­ger Leh­rer an das Jo­seph-von-Fraun­ho­fer-Gym­na­si­um kam, schon bald den Be­reich Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit, für den ich lan­ge Zeit Ver­ant­wor­tung tra­gen soll­te. Zu dan­ken ha­be ich al­so auch den eben ge­nann­ten Re­dakteu­ren, die mich da­mals mit den Be­son­der­hei­ten des Pres­se­we­sens ver­traut mach­ten.

Nach dem Ab­i­tur und dem Ab­leis­ten der Wehrpf­licht nahm ich an der Uni­ver­si­tät Re­gens­burg mein Stu­di­um auf. In der Dom­stadt ge­fiel es mir, im „Na­men­los“ und im „Pam Pam“ min­des­tens so gut wie an der Uni. Auch fuhr ich meist schon am Don­ners­tag nach Hau­se, be­tä­tig­te mich dort in der Kom­mu­nal­po­li­tik und wirk­te in der Pfar­rei mit, stieß in Re­gens­burg zum Ring Christ­lich De­mo­k­ra­ti­scher Stu­den­ten und wur­de so­gar in den Se­nat der Uni­ver­si­tät ge­wählt. Se­mes­ter um Se­mes­ter ver­ging, aber ich dach­te noch nicht an das Ab­le­gen ei­nes Staats­exa­mens. Als dann mei­ne um ei­ni­ge Jah­re jün­ge­re Freun­din In­grid zum Phar­ma­zie­stu­di­um nach Re­gens­burg kam, wur­de mir vor Au­gen ge­führt, wie man auch stu­die­ren kann. Ich fühl­te mich bei der Eh­re ge­packt, un­ter­nahm gro­ße An­st­ren­gun­gen und leg­te sch­ließ­lich ein ganz or­dent­li­ches Exa­men ab. Vie­len Dank, lie­be In­grid! Dir ha­be ich es zu ver­dan­ken, dass der Wirt vom Gast­haus „Öd­en­tur­m“ vi­el­leicht recht hat mit sei­ner Be­haup­tung: „Wenn d’In­grid ned nach Rengs­burg ke­ma war, dann dadst Du heid no stu­di­ern.“

Das Re­fe­ren­dar­da­sein ist ins­be­son­de­re dann, wenn die An­stel­lungs­si­tua­ti­on schwie­rig ist, al­les an­de­re als ein Ho­ni­g­le­cken. Als ich 1981 an das Adal­bert-Stif­ter-Gym­na­si­um in Pas­sau kam, hat­te ich mit Ge­rold Dvorak, Theo Mus­sel­mann und Man­f­red Prang­ho­fer drei her­vor­ra­gen­de Se­mi­n­ar­leh­rer, die mir viel bei­ge­bracht ha­ben und bei de­nen ich mei­ne Per­sön­lich­keit nicht ver­bie­gen muss­te. Sie ha­ben mich als Leh­rer ganz ent­schei­dend mit­ge­prägt und ich den­ke in gro­ßer Dank­bar­keit an sie zu­rück.

Als Re­fe­ren­dar im Zweig­schu­l­ein­satz und dann als jun­ger Stu­di­en­rat war mein Chef in Cham Herr OStD Cle­ment Utz, ein Schul­lei­ter vom al­ten Schlag, dem einst von den 68ern bö­se mit­ge­spielt wor­den war. Er för­der­te mich, in­dem er mir als Leh­rer von An­fang an sehr gro­ßes Ver­trau­en ent­ge­gen­brach­te. Wann im­mer ich ihm et­was vor­schlug, was ich ger­ne zu­sätz­lich mit den Gym­na­sias­ten ma­chen woll­te, hör­te ich den Satz „Ma­chen Sie’s, Herr Kol­leg, ich hab’ a Staats­exa­men, Sie ha’m a Staats­exa­men, ma­chen Sie’s!“ Dan­ke, Herr Utz, für die Frei­hei­ten, die Sie einst dem jun­gen Leh­rer Gün­t­her Roith ge­währt ha­ben! So konn­te ich mich ent­fal­ten und als Leh­rer­per­sön­lich­keit rei­fen.

Sehr ver­ehr­te An­we­sen­de! Stel­len Sie sich ein­mal Fol­gen­des vor: Sie sind 33 Jah­re alt, das Re­fe­ren­da­riat mit­ge­rech­net, un­ter­rich­ten Sie be­reits vier Jah­re lang am Gym­na­si­um, ha­ben in al­len drei Fächern schon al­les zu­ge­teilt be­kom­men, was mög­lich ist, von der fünf­ten Klas­se in Deutsch über die zehn­te in So­zial­kun­de bis zum Grund­kurs Ge­schich­te in der 13. Und plötz­lich be­kom­men Sie ei­nen 37-jäh­ri­gen Vor­ge­setz­ten aus dem Mi­nis­te­ri­um, der selbst kaum mehr als Sie un­ter­rich­tet hat, ih­nen aber jetzt sagt, wo es lang geht. Ich sp­re­che von mei­nem zwei­ten Chef am Cha­mer Fraun­ho­fer-Gym­na­si­um, Herrn Klaus Drausch­ke, der heu­te auch an­we­send ist. Bei Dir, lie­ber Klaus, ha­be ich mich aus zwei Grün­den zu be­dan­ken: Als Du mich als Mit­ar­bei­ter in die Schul­lei­tung ge­holt hast, gab es fürch­ter­li­che Tur­bu­len­zen. Ei­ni­ge mein­ten da­mals, dass das gar nicht ge­he, dass ein 39-jäh­ri­ger schon ei­nen sol­chen Kar­rie­re­schritt ma­chen dür­fe. Man woll­te mir die Po­si­ti­on da­mals st­rei­tig ma­chen, aber Du hast an mir fest­ge­hal­ten, was die Grund­la­ge für ei­ne zehn­jäh­ri­ge ver­trau­ens­vol­le und für die Schu­le frucht­ba­re Zu­sam­men­ar­beit ge­we­sen ist.

Dann hast Du mir, lie­ber Klaus, nach und nach mehr Auf­ga­ben und auch mehr Ver­ant­wor­tung über­tra­gen: Ich durf­te Stun­den­plan ma­chen, wei­ter­hin für die Öf­f­ent­lich­keits­ar­beit ver­ant­wort­lich sein, den Jah­res­be­richt er­s­tel­len, Stu­di­en­ta­ge durch­füh­ren, an Bau­sit­zun­gen mit­wir­ken, um­fang­rei­che Kor­res­pon­denz er­le­di­gen und so ganz ne­ben­bei auch noch zwei Deutsch­klas­sen un­ter­rich­ten. So be­las­tend ich das da­mals manch­mal emp­fun­den ha­be – letzt­end­lich hat es mich in mei­nem be­ruf­li­chen Le­ben wei­ter­ge­bracht. Ir­gend­wann ha­be ich mir näm­lich ge­sagt, wenn Du das al­les machst, wenn Du Dei­nen Chef so­gar schon bei Di­rek­to­ren­kon­fe­ren­zen ver­trittst und bei Spon­so­ren Geld ein­t­rei­ben darfst, dann kannst Du es auch selbst. Dass Du, lie­ber Klaus, mir vie­le hoch­wer­ti­ge und in­ter­es­san­te Auf­ga­ben über­tra­gen hast, war letzt­end­lich ent­schei­dend da­für, dass ich mich in Kötz­ting über­haupt als Schul­lei­ter be­wor­ben ha­be. Und als ich hier mei­ne Ar­beit auf­nahm, er­wies es sich als gro­ßer Vor­teil, dass ich Ein­blick in so vie­le Be­rei­che be­kom­men hat­te. Man konn­te dem neu­en Schul­lei­ter am BSG gar nicht so viel vor­ma­chen.

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wenn ihr heu­te durch eu­er Gym­na­si­um geht, dann könnt ihr euch nicht an­näh­ernd vor­s­tel­len, wie es hier vor 16 Jah­ren aus­ge­se­hen hat. Das gilt üb­ri­gens auch für zwei Drit­tel eu­rer Lehr­kräf­te, die da­mals noch nicht am BSG un­ter­rich­te­ten. Ich war noch nicht ein­mal ei­ne Wo­che lang Schul­lei­ter, da be­kam ich ei­nen An­ruf von RTL. Der Fern­seh­sen­der hät­te ger­ne ei­nen Be­richt über ei­ne PCB-ver­seuch­te Schu­le ge­macht, was ich Gott sei Dank ver­hin­dern konn­te. Das Kötz­tin­ger Gym­na­si­um war aber nicht nur mit Gift­stof­fen be­las­tet; die meis­ten Stüh­le und Ti­sche im Haus wa­ren kaum mehr zu ge­brau­chen, zer­sch­lis­se­ne Tep­pich­bö­den mach­ten auf je­den Gast ei­nen fürch­ter­li­chen Ein­druck, nicht ein­mal ei­ne Lein­wand gab es im Haus. Ich frag­te mich da­mals öf­ter: „Warum hast du dir das an­ge­tan? Warum hast Du dir die Schu­le nicht vor­her an­ge­schaut?“ Lan­ge Jah­re der Sa­nie­rung stan­den uns jetzt be­vor – und man kann heu­te sa­gen: Es wa­ren sehr er­folg­rei­che Jah­re. Un­ter gro­ßen An­st­ren­gun­gen war es mög­lich, aus ei­nem her­un­ter­ge­kom­me­nen Ge­bäu­de ei­ne vor­bild­li­che Bil­dung­s­ein­rich­tung zu schaf­fen, in der sich die Kin­der und Ju­gend­li­chen eben­so wohl füh­len wie ih­re Lehr­kräf­te und die El­tern, wenn sie das Haus be­t­re­ten. Da­für, dass wir so zu­kunfts­wei­send sa­nie­ren, so vor­teil­haft er­neu­ern und so un­ter­richt­s­prak­tisch ein­rich­ten konn­ten, da­für ha­be ich heu­te vie­len zu dan­ken: al­len voran dem ehe­ma­li­gen Land­rat des Land­k­rei­ses Cham, Herrn Theo Zell­ner, den Ver­ant­wort­li­chen am Land­rat­s­amt mit Herrn Lintl und Herrn Ze­len­ka an der Spit­ze, dem Ar­chi­tek­tur­büro Schna­bel, ins­be­son­de­re den Her­ren Carl Schna­bel, Ri­chard Rich­ter und Au­gust Bäu­mel und vie­len tüch­ti­gen Men­schen, die ih­ren Bei­trag da­zu leis­te­ten, dass hier ein päda­go­gi­sches Sch­muck­käst­chen ge­schaf­fen wer­den konn­te.

Sehr ver­ehr­te An­we­sen­de, ich ver­su­che Ih­nen jetzt ein­mal kurz zu er­klä­ren, was es be­deu­tet, neu­er Vor­ge­setz­ter in ei­nem eta­b­lier­ten Leh­r­er­kol­le­gi­um zu sein. Zu­nächst ein­mal müs­sen Sie sich klar ma­chen, dass es da kei­ne Hier­ar­chie wie an den meis­ten an­de­ren Be­hör­den gibt. Sie ha­ben es mit 60 er­wach­se­nen Men­schen zu tun, die min­des­tens so ge­scheit sind wie Sie selbst. Und was das für Men­schen sind: St­reit­süch­ti­ge, Po­si­ti­ve, Alles­wis­ser, Red­se­li­ge, Schüch­t­er­ne, Ab­leh­nen­de, Dick­fel­li­ge, Er­ha­be­ne, Aus­fra­ger. Sie sind schon Jah­re zu­sam­men und ha­ben sich ir­gend­wie in ih­rer Welt ein­ge­rich­tet. Und dann kom­men Sie und sa­gen: „Ich bin der Chef. Das ma­chen wir jetzt so, da ha­be ich die­se Idee, wir pro­bie­ren nun was Neu­es aus.“ Lie­be Zu­hö­re­rin­nen und Zu­hö­rer – da lau­fen Sie ge­gen ei­ne Wand! Da hö­ren Sie täg­lich Sät­ze wie „Aber – es war schon im­mer so – es hat hier Tra­di­ti­on.“ Ih­re noch so heh­ren Zie­le er­rei­chen Sie dann nur durch klu­ges und be­hut­sa­mes Vor­ge­hen, mit mühe­volls­ter Über­zeu­gungs­ar­beit, manch­mal auch nur durch ge­schick­tes Tak­tie­ren. Vor al­lem brau­chen Sie ein paar Mit­st­rei­ter, die von An­fang an mit Ih­nen an ei­nem Strang zie­hen. Im Rück­blick auf mei­ne ers­te Zeit am BSG be­dan­ke ich mich des­halb ganz be­son­ders bei Herrn Klaus Wall­ner, bei mei­ner kurz­zei­ti­gen und lei­der so früh ver­s­tor­be­nen Stell­ver­t­re­te­rin Frau Dr. Ul­ri­ke Dir­scherl, bei Frau Bir­git Mai­er, Frau San­d­ra Frei­muth und Frau Ger­ti Laue­rer. Sie wa­ren es, die mir hal­fen, ei­ne in­ne­re Schul­ent­wick­lung ein­zu­lei­ten, die die­sem Gym­na­si­um zu gro­ßem An­se­hen weit über die Land­k­reis­g­ren­zen hin­aus ver­hol­fen hat. Zu dan­ken ha­be ich aber auch je­nen Leh­rern, die zwar nicht von je­der Idee des neu­en Schul­lei­ters über­zeugt wa­ren, sei­ne Be­müh­un­gen aber auch nicht tor­pe­diert ha­ben. Zum Glück sind das Jahr für Jahr mehr ge­wor­den. Mei­nem jet­zi­gen Leh­r­er­kol­le­gi­um sa­ge ich an die­ser Stel­le ei­nen auf­rich­ti­gen Dank für die jah­re­lan­ge her­vor­ra­gen­de kon­struk­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit zum Woh­le un­se­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Her­vor­he­ben darf ich da­bei die übe­r­aus ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit mit mei­ner Stell­ver­t­re­te­rin und Nach­fol­ge­rin, Frau Bir­git Mai­er, und den Da­men und Her­ren in der Er­wei­ter­ten Schul­lei­tung. Üb­ri­gens: MO­DUS21, CEN­TER OF EX­CEL­LEN­CE, i.s.i.-Aus­zeich­nung, Part­ner­schu­le Win­ters­port, MO­DUS F, Er­pro­bung der Se­mi­na­re, IHK-Zer­ti­fi­kat und vie­les mehr – all die­se Bau­stei­ne der Schul­ent­wick­lung wa­ren nicht bil­lig zum Sch­näpp­chen­preis zu be­kom­men. Jah­re­lang ha­ben hier vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zu­sam­men mit mir sehr viel Zeit und Ar­beit in­ves­tiert. Da­für möch­te ich mich an die­ser Stel­le ganz be­son­ders be­dan­ken.

In ei­ner frän­ki­schen Stadt er­klär­te mir ein­mal ein Schul­lei­ter­kol­le­ge, dass an sei­ner Schu­le ge­ra­de der Che­mie-Trakt sa­niert wird, er und sei­ne Lehr­kräf­te aber nichts mit­zu­re­den hät­ten. Die Ver­ant­wort­li­chen in der Stadt­ver­wal­tung trä­fen ganz al­lei­ne die Ent­schei­dun­gen, die Schu­le ha­be kei­ne Mög­lich­keit, ih­re Fach­kom­pe­tenz und Vor­schlä­ge ein­zu­brin­gen. Ähn­li­ches ha­be ich öf­ter auch an­ders­wo ge­hört. Dass mir der­ar­ti­ges Ver­hal­ten un­be­kannt ist, liegt da­ran, dass ich es mit dem Land­kreis Cham in all den Jah­ren mit ei­nem Sach­auf­wands­trä­ger zu tun hat­te, der uns, wann und wo im­mer es ging, un­se­re Wün­sche er­füllt hat. Ich ha­be ganz auf­rich­tig zu dan­ken Herrn Land­rat Franz Löf­f­ler und sei­nem Amts­vor­gän­ger Theo Zell­ner, den Her­ren Kreis­rä­ten und den Mit­ar­bei­tern am Land­rat­s­amt, be­son­ders Herrn Kirsch­bau­er und Herrn Kul­zer.

Der Di­enst­vor­ge­setz­te ei­nes Gym­na­sial­di­rek­tors ist ei­gent­lich der Staats­mi­nis­ter, kon­k­re­ter der Chef der Gym­na­sial­ab­tei­lung und in ge­wis­ser Wei­se auch der Mi­nis­te­rial­be­auf­trag­te. Ich kann mich an kei­ne ein­zi­ge un­an­ge­neh­me Be­geg­nung mit Ver­t­re­tern des Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums er­in­nern, an kein är­ger­li­ches oder pro­b­le­ma­ti­sches Te­le­fo­nat. Man hat mir und der von mir ge­lei­te­ten Schu­le von Mün­chen aus nie Schwie­rig­kei­ten be­rei­tet, son­dern uns im­mer un­ter­stützt. In ganz be­son­de­rer Wei­se gilt das auch für die Di­enst­s­tel­le des Mi­nis­te­rial­be­auf­trag­ten in Re­gens­burg. Vi­el­leicht hat es mit der Ei­gen­art der Oberp­fäl­zer zu tun. Un­se­re MBs las­sen ei­nen in Ru­he ar­bei­ten, mi­schen sich nicht un­ent­wegt ein und an­er­ken­nen die Be­son­der­hei­ten und das En­ga­ge­ment je­der ein­zel­nen Schu­le. Da­für be­dan­ke ich mich ganz herz­lich bei Dir, lie­ber Franz Xa­ver Hu­ber, auch bei Dei­nem Vor­gän­ger Paul Lip­pert und des­sen Vor­gän­ger Gün­ter Tr­üb.

Als Schul­lei­ter ei­nes Land­gym­na­si­ums hat man sehr viel mit den um­lie­gen­den Grund­schu­len zu tun. Ich den­ke, dass ich in den ver­gan­ge­nen 16 Jah­ren et­wa 150 mal durch die Schul­tü­ren ei­ner Grund­schu­le ge­gan­gen bin, von Rim­bach bis Mil­tach, von Loh­berg bis Bad Kötz­ting. Im­mer hat man mich freund­lich auf­ge­nom­men, die Zu­sam­men­ar­beit in all den Jah­ren war gut und stets von ge­gen­sei­ti­gem Re­spekt ge­prägt. Dass es mir bei all den Über­tritts­ver­an­stal­tun­gen nicht ge­lun­gen ist, noch mehr El­tern be­gab­ter Kin­der vom Wert gym­na­sia­ler Bil­dung zu über­zeu­gen, be­dau­re ich sehr. Da­her ver­bin­de ich heu­te mit dem Dank an al­le Rek­to­ren und Lehr­kräf­te in den um­lie­gen­den Grund­schu­len die Bit­te, die­ses An­lie­gen in Zu­kunft noch mehr zu un­ter­stüt­zen. Ei­nem Groß­teil un­se­rer Müt­ter und Vä­ter muss man näm­lich oft und in­ten­siv zu­re­den, dass sie den Schritt wa­gen, ihr Kind an ein Gym­na­si­um über­t­re­ten zu las­sen. Gut zu­sam­men­ge­ar­bei­tet ha­ben wir auch mit an­de­ren Schul­ar­ten. Bei ih­nen be­dan­ke ich mich eben­falls ganz herz­lich.

Von Freun­den, Be­kann­ten, auch von Au­ßen­ste­hen­den bin ich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer wie­der ein­mal ge­fragt wor­den, ob mein Be­ruf nicht doch sehr an­st­ren­gend sei we­gen der um­fang­rei­chen Ver­wal­tungs­ar­beit. Mein Gott, ha­be ich mir da oft ge­dacht, die ha­ben ja über­haupt kei­ne Ah­nung. Ver­wal­tung – ja, die ge­hört auch heu­te noch da­zu, ist mit den Jah­ren auch nicht we­ni­ger ge­wor­den. Doch als Lei­ter ei­nes Gym­na­si­ums ist man heu­te ein Ma­na­ger. Man ver­han­delt mit zahl­rei­chen Bil­dung­s­part­nern, ist häu­fig un­ter­wegs, um zu or­ga­ni­sie­ren, re­prä­sen­tiert die Schu­le bei den un­ter­schied­lichs­ten Ein­rich­tun­gen, ar­bei­tet sich in Bau­an­ge­le­gen­hei­ten ein und hält Kon­takt zu den ver­ant­wort­li­chen Men­schen in der Kom­mu­nal­po­li­tik. Oh­ne die Un­ter­stüt­zung von Ban­ken, Be­trie­ben und öf­f­ent­li­chen Ein­rich­tun­gen un­ter­schied­lichs­ter Art, auch von Pri­vat­per­so­nen, könn­te ein Gym­na­si­um heu­te sei­ne Auf­ga­ben nicht mehr er­fül­len. Da­her be­dan­ke ich mich an die­ser Stel­le ganz herz­lich bei al­len, die uns in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ma­te­ri­ell und ide­ell un­ter­stützt ha­ben, bei ört­li­chen Apo­the­ken eben­so wie bei Pf­le­ge­hei­men, die die Tü­ren für un­se­re Prak­ti­kan­ten öff­ne­ten, bei den Ban­ken wie bei der Hand­werks­kam­mer, um nur ein paar Bei­spie­le zu nen­nen.

Lie­be Gäs­te! Als Di­rek­tor ei­nes Gym­na­si­ums ha­be ich sehr sch­nell ge­lernt, dass ei­ne Schu­le im 21. Jahr­hun­dert ein Di­enst­leis­tungs­be­trieb ist. Un­se­re Kun­den sind na­tür­lich die uns an­ver­trau­ten Kin­der und Ju­gend­li­chen, aber als je­ne, die für die­se jun­gen Leu­te Ver­ant­wor­tung tra­gen, sind es vor al­lem die El­tern. Sie wa­ren für mich in all den Jah­ren mit die wich­tigs­ten Ge­spräch­s­part­ner, der Kon­takt mit ih­nen war mir im­mer sehr wich­tig und er­st­reck­te sich nicht nur auf die ob­li­ga­to­ri­schen El­tern­ver­samm­lun­gen. Ich den­ke an un­end­lich vie­le Ein­zel­ge­spräche zu­rück, die ich ge­führt ha­be; her­vor­he­ben möch­te ich heu­te aber das für die Schu­le so frucht­brin­gen­de Mit­ein­an­der mit dem El­tern­bei­rat. Es gab kei­ne ein­zi­ge Sit­zung, die von St­reit ge­kenn­zeich­net war, je­de Be­geg­nung war von gro­ßem ge­gen­sei­ti­gem Re­spekt ge­prägt und von dem Be­mühen, die Lern- und Lehr­be­din­gun­gen am BSG wei­ter zu ver­bes­sern. Ich traue mich heu­te be­haup­ten, dass das gu­te Ver­hält­nis zwi­schen Schul­lei­tung und El­tern­bei­rat ei­nes der Er­folgs­re­zep­te un­se­rer Schu­le war und ist und wir das BSG oh­ne die tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung un­se­rer El­tern­bei­rä­te nie­mals so gut vor­an­brin­gen hät­ten kön­nen. Mein Dank gilt da­her al­len El­tern­bei­rä­ten, mit de­nen ich zu­sam­men­ar­bei­ten konn­te, ganz be­son­ders den Vor­sit­zen­den Ro­se­ma­rie Kä­ser, Ar­min Ha­mann und Jo­h­an­na Hirsch. Sie ha­ben auch ent­schei­dend da­zu bei­ge­tra­gen, vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler fi­nan­zi­ell zu un­ter­stüt­zen, die oh­ne die­se Hil­fe bei so man­chen au­ßer­un­ter­richt­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten nicht mit­ma­chen hät­ten kön­nen.

Per­so­nell stark ver­wo­ben mit die­sem Gre­mi­um ist die För­der­ve­r­ei­ni­gung „Freun­de des Be­ne­dikt-Statt­ler-Gym­na­si­ums“. Sie ist im­mer dann ein­ge­sprun­gen, wenn ein Wunsch vom Sach­auf­wands­trä­ger nicht mehr er­füllt wer­den konn­te. Ihr ha­ben wir z. B. die An­schaf­fung ei­nes Flü­gels, von Sitz­grup­pen im Schul­haus oder von Hel­men für die Ge­birgs­wan­der­wo­che zu ver­dan­ken. „Ver­gelt’s Got­t“, sa­ge ich Dir, lie­be Ruth Ha­ger, stell­ver­t­re­tend für die gan­ze Ve­r­ei­ni­gung, vor al­lem für die Vor­stand­schaft. „Ver­gelt’s Got­t“ für das freund­schaft­li­che Mit­ein­an­der in all den Jah­ren und „Ver­gelt’s Got­t“ vor al­lem auch da­für, dass die „Freun­de“ auch die gro­ße Auf­ga­be der Trä­ger­schaft der of­fe­nen Ganz­tags­schu­le über­nom­men ha­ben.

Sehr ver­ehr­te An­we­sen­de! Sei­en Sie mir nicht gram, wenn ich jetzt ei­ne Per­so­nen­grup­pe ganz be­son­ders wür­di­ge. Zwar kann ich nicht in die Zu­kunft schau­en. Aber ei­nes weiß ich ganz ge­wiss: Ob in ei­ner Wo­che, in ei­nem hal­ben Jahr oder noch viel spä­ter: Was mir am meis­ten feh­len wird, das sind un­se­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler: die Fünft­kläss­ler, die ich in all den Jah­ren hier in die­ser Au­la fei­er­lich be­grü­ß­en durf­te, die er­folg­rei­chen Sport­ler, die ich eh­ren konn­te, die Mäd­chen und Bu­ben, die sich so fesch für den Baye­ri­schen Tag her­ge­rich­tet ha­ben, die Zehnt­kläss­ler, die ich mit der herr­li­chen Berg­welt der Do­lo­mi­ten ver­traut ma­chen konn­te, die Ober­stu­fen­schü­ler, mit de­nen ich auf Ab­schluss­fahr­ten war, die Kin­der, die ich selbst un­ter­rich­ten durf­te, die Klas­sen­sp­re­cher, mit de­nen ich bei Se­mi­na­ren zu­sam­men­ge­ar­bei­tet ha­be, mei­ne Schü­l­er­sp­re­che­rin­nen und Schü­l­er­sp­re­cher, die Hun­der­te von Kin­dern und Ju­gend­li­chen, de­nen ich täg­lich hier im Hau­se be­geg­ne­te und die mir mit ei­ner so na­tür­li­chen Freund­lich­keit ge­gen­über­t­ra­ten – vor al­lem sie wer­den mir feh­len. Ich dan­ke al­len Schü­le­rin­nen und Schü­l­ern, die ich in mei­ner Di­enst­zeit am BSG auf ih­rem gym­na­sia­len Weg be­g­lei­ten konn­te. Sie ha­ben mir täg­lich vor Au­gen ge­führt, welch wun­der­ba­ren Be­ruf ich ha­be und wel­cher sinn­vol­len Tä­tig­keit ich hier nach­ge­hen darf.

Ich ha­be jetzt noch das Be­dürf­nis, ein paar Wor­te an mei­ne Freun­de und an mei­ne Fa­mi­lie zu rich­ten. Auch ein viel be­schäf­tig­ter Schul­lei­ter braucht Aus­zei­ten und Rück­zugs­mög­lich­kei­ten. Aus­zei­ten bo­ten mir im­mer wie­der die Be­geg­nun­gen mit mei­nem Freun­des­kreis im Stadt­ge­biet von Cham, mit un­se­ren dä­ni­schen und Vil­lin­ger Freun­den und mit mei­nem Stamm­tisch IGUR­MI in Cham­müns­ter. Für die sc­hö­nen Stun­den, die ich mit Euch, lie­be Freun­de, ver­brin­gen durf­te, be­dan­ke ich mich ganz herz­lich und bit­te gleich­zei­tig um Ver­zei­hung, dass ihr es er­tra­gen muss­tet, dass ich es im­mer wie­der fer­tig brach­te, die Ge­spräche auf die The­men Schu­le und Un­ter­richt zu len­ken. Be­son­ders in­ten­siv stand Schul­po­li­ti­sches selbst­ver­ständ­lich bei un­se­rem Club der „Jung­di­rek­to­ren“ im Mit­tel­punkt. Lie­be Kol­le­gen, für die Freund­schaft mit Euch, für man­chen Rat­schlag und für das all­jähr­li­che ge­sel­li­ge Mit­ein­an­der war und bin ich un­end­lich dank­bar, auch da­für, dass ihr heu­te von so weit her zu mei­ner Ver­ab­schie­dung an­ge­reist seid.

Nun zu mei­ner Fa­mi­lie. Lie­be In­grid, im­mer wie­der muss­test Du den Spruch „nächs­tes Jahr wird es bes­ser“ hö­ren – doch das blieb ein from­mer Wunsch. Ich be­dan­ke mich heu­te bei Dir, dass Du es er­tra­gen hast, dass ich so vie­le Jah­re so­wohl mit Dir als auch mit der Schu­le ver­hei­ra­tet war. Um mein Be­dau­ern zu un­ter­st­rei­chen, über­rei­che ich Dir heu­te ei­nen Blu­men­strauß – be­ste­hend aus Ro­sen – und zwar je­weils ei­ne für je­des mei­ner Jah­re im Schul­di­enst. Vie­len Dank für al­les, vor al­lem für Dein un­end­lich gro­ßes Ver­ständ­nis!

Lie­be An­na, lie­ber Jo­han­nes, ir­gend­wie ist es schon ver­ständ­lich, dass ihr bei­de kei­nen Lehr­be­ruf an­ge­st­rebt habt. Zu häu­fig wur­de bei uns zu Hau­se über Schu­le ge­spro­chen. Mit mei­nem En­ga­ge­ment in die­sem Be­reich ging ein­her, dass ich Euch zwar manch­mal et­was ver­spro­chen ha­be, was ich dann aber aus Zeit­man­gel nicht ein­hal­ten konn­te. Das bes­te Bei­spiel ist das gro­ße Fo­toal­bum über Eu­re Kin­der- und Ju­gend­zeit, das ich Euch zum 18. Ge­burts­tag zu­ge­sagt ha­be. Ab nächs­ter Wo­che ha­be ich viel Zeit und kann mich an die Ar­beit ma­chen, so dass ihr es hof­f­ent­lich er­hal­ten wer­det, be­vor ihr 36 ge­wor­den seid!

Ver­ehr­te An­we­sen­de, lie­be Gäs­te! „Er kann’s eben nicht an­ders – war halt wie­der ei­ne lan­ge Re­de“, wer­den sich jetzt man­che in die­ser Au­la den­ken. Doch heu­te wollt ich’s nicht kür­zer ma­chen – es war mir ein Her­zens­an­lie­gen, bei die­ser Fei­er vie­le Per­so­nen zu wür­di­gen, die mich auf mei­nem Weg be­g­lei­tet ha­ben.

Am kom­men­den Mon­tag, an mei­nem letz­ten Ar­beits­tag, wer­de ich in mei­nem Büro noch letz­te di­enst­li­che Pf­lich­ten er­le­di­gen. Dann le­ge ich die Ver­ant­wor­tung für die Schu­le in die Hän­de mei­ner bis­he­ri­gen Stell­ver­t­re­te­rin, Frau Bir­git Mai­er, der ich für die­se sc­hö­ne, aber auch nicht im­mer leich­te Auf­ga­be al­les Gu­te und ei­ne glück­li­che Hand wün­sche.

Ich den­ke, dass es nie­man­dem ver­bor­gen ge­b­lie­ben ist, wie sehr mir das Wohl die­ses Gym­na­si­ums am Her­zen liegt. Des­halb möch­te ich ab­sch­lie­ßend noch ein paar wei­te­re Wün­sche vor­tra­gen:

 Ich wün­sche mir, dass an un­se­rer Schu­le Leh­rer und Schü­ler auch künf­tig so freund­lich und ver­ständ­nis­voll mit­ein­an­der um­ge­hen.

 Ich wün­sche mir, dass die Leh­rer die­ses Gym­na­si­ums bei al­ler Be­deu­tung von No­ten im­mer be­müht sind, auch an­de­re Leis­tun­gen der ih­nen an­ver­trau­ten Kin­der und Ju­gend­li­chen zu wür­di­gen – im sport­li­chen wie im mu­si­schen oder im so­zia­len Be­reich.

 Um es zu­sam­men­zu­fas­sen, wün­sche ich mir, dass am BSG auch in Zu­kunft das men­sch­li­che Mit­ein­an­der, der Re­spekt vo­r­ein­an­der und das Ver­trau­en zu­ein­an­der prä­gen­de Merk­ma­le sein mö­gen.

Ich mei­ne, ah­nen zu kön­nen, welch im­men­se Vor­be­rei­tun­gen für die heu­ti­ge Fei­er not­wen­dig wa­ren. Al­len, die da­ran be­tei­ligt wa­ren und al­len, die heu­te hier mit­ge­wirkt ha­ben, sa­ge ich ein auf­rich­ti­ges „Ver­gelt’s Gott!“

Bei Ih­nen, sehr ver­ehr­te An­we­sen­de, be­dan­ke mich, dass Sie heu­te zu mei­ner Ver­ab­schie­dung ge­kom­men sind und auch da­für, dass Sie mir so lan­ge zu­ge­hört ha­ben.

Fa­mi­lie Roith war na­tür­lich da­bei, als Ehe­mann, Va­ter, Schwie­ger­va­ter und Opa ver­ab­schie­det wur­de.

Auch Ehe­frau In­grid Roith er­hielt vom Per­so­nal­rat ein Dan­ke­sc­hön.

Die Schü­l­er­sp­re­che­rin­nen Me­rit Sil­ber­bau­er, Fran­zis­ka Mühl­bau­er und Ra­mo­na Sei­de­rer spra­chen stell­ver­t­re­tend für die ge­sam­te Schü­l­er­schaft Wor­te des Dan­kes.

In ih­rer Re­de zeig­ten sie an­hand vie­ler Bei­spie­le auf, wie sie und an­de­re Schü­ler Herrn Roith als Schul­lei­ter und Leh­rer er­le­ben durf­ten:

"Nicht nur sei­ne Tür zum Di­rek­to­rat war stets of­fen für un­se­re An­lie­gen, son­dern auch sein Herz."

"Denn das BSG war seit Au­gust 2001 sein Le­ben -

Das Schul­thea­ter war­te­te mit der Ei­gen­pro­duk­ti­on „Zum Ers­ten, zum Zwei­ten, zum Drit­ten“ auf.

Or­ches­ter, Big­Band und Chor ver­ab­schie­de­ten sich mu­si­ka­lisch von ih­rem gro­ßen Un­ter­stüt­zer Gün­t­her Roith.

Am En­de der Ver­an­stal­tung drück­ten die Fest­gäs­te mi­nu­ten­lang mit ste­hen­den Ova­tio­nen ih­re An­er­ken­nung aus.