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Benedikt-Stattler-Gymnasium
Bad Kötzting
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Aktuelles 2017

Was man aus vier Quadratmetern Wiese lesen kannBSG-Forscherklasse nimmt Bodenproben

Im Un­ter­su­chungs­feld wur­den zu­nächst Bo­den­pro­ben ge­nom­men.

Die bei­den BSG-For­scher­klas­sen sind ein ganz neu­es Pro­jekt am Gym­na­si­um, bei dem sich die Schü­ler der fünf­ten Jahr­gangs­stu­fe auf das Fach Na­tur und Tech­nik, und da­mit auf das Er­for­schen ih­rer Um­welt, spe­zia­li­sie­ren. Da­bei kom­men sie nicht nur mit wis­sen­schaft­li­chen Me­tho­den in Kon­takt, er­ler­nen das Ar­bei­ten im La­bor und die Be­ar­bei­tung na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Fra­ge­stel­lun­gen, son­dern er­ken­nen im Lau­fe ih­rer Ar­beit auch den Wert an­de­rer Fächer wie Ma­the­ma­tik, Geo­gra­phie, Deutsch oder die Fremd­spra­chen, die für ih­re Tä­tig­keit nö­t­ig sind. Die bei­den For­scher­klas­sen ab­sol­vie­ren in ih­rem ers­ten Jahr am Gym­na­si­um fünf ganz­tä­g­i­ge For­scher­vor­mit­ta­ge, an de­nen sie ihr For­schungs­ob­jekt, die St­reu­obst­wie­se des BSG un­ter ver­schie­de­nen Fra­ge­stel­lun­gen un­ter­su­chen und als klei­nes Öko­sys­tem ver­ste­hen ler­nen. Au­ßer­dem er­hält je­des For­scher­team ei­nen ei­ge­nen Un­ter­su­chungs­schwer­punkt, dem es im Lau­fe des Schul­jah­res ei­gen­stän­dig nach­ge­hen darf. Zie­le ne­ben der Ver­mitt­lung von Grund­kom­pe­ten­zen na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Ar­beits­wei­sen sind vor al­lem der Spaß am For­schen, Ex­pe­ri­men­tie­ren und der ge­mein­sa­men Ar­beit in der Grup­pe.

In der letz­ten Wo­che sch­ließ­lich war es so weit und die Mäd­chen und Jun­gen konn­ten kaum glau­ben, wel­che ver­schie­de­nen Um­welt­pa­ra­me­ter sich in ei­nem klei­nen 2 x 2 Me­ter gro­ßen Stück Wie­se mes­sen und aus­wer­ten las­sen. Je­des For­scher­team durf­te zu Be­ginn des ers­ten For­scher­ta­ges ihr ei­ge­nes Un­ter­su­chungs­feld auf der St­reu­obst­wie­se hin­ter dem BSG in Be­sitz neh­men und Luft­druck, Nie­der­schlag, Licht­ein­strah­lung, Wind­ge­schwin­dig­keit und –rich­tung, Kalk­ge­halt, Was­ser­durch­läs­sig­keit des Bo­dens, Tem­pe­ra­tur in Luft und Bo­den und vie­le wei­te­re Pa­ra­me­ter un­ter­su­chen. Die zwölf Teams je­der Klas­se, be­ste­hend aus je­weils zwei Fünft­kläss­lern, um­zä­un­ten ih­re Fel­der, schnapp­ten sich Mess­in­stru­men­te, Pro­ben­löf­fel und La­b­or­ta­ge­buch und mach­ten sich an die Ar­beit. Doch so ein­fach ging es dann doch nicht. Zu­vor muss­ten Hy­po­the­sen for­mu­liert, Ver­su­che ge­plant und Team­ab­spra­chen ge­trof­fen wer­den. Hier­bei gin­gen die Schü­ler wie ih­re Vor­bil­der, die For­scher an Uni­ver­si­tä­ten und In­sti­tu­ten, vor. Je­de Ver­such­s­an­ord­nung wur­de selbst er­dacht, an die Er­for­der­lich­kei­ten an­ge­passt und ge­tes­tet. Im An­schluss an Ih­re Ar­beit wur­den die Da­ten aus­ge­wer­tet, Ver­suchs­pro­to­kol­le ge­schrie­ben und Dia­gram­me ge­zeich­net, um bei­spiels­wei­se den Tem­pe­ra­tur­ver­lauf am Vor­mit­tag dar­zu­s­tel­len. Die Kin­der wa­ren mit so viel Freun­de und En­ga­ge­ment bei der Sa­che, dass auch schon mal die Pau­sen ver­ges­sen wur­den. Und zum Schluss wur­de dann auch noch die Zeit knapp. Nicht, weil ei­ne Vor­ga­be nicht er­reicht wur­de, son­dern weil noch so vie­le Ide­en, so vie­le Fra­gen in den Köp­fen der jun­gen For­scher her­um­schwirr­ten, dass es un­mög­lich war, an ei­nem Vor­mit­tag al­le zu be­ant­wor­ten. Zum Glück fol­gen aber noch wei­te­re und die jun­gen For­scher freu­en sich dar­auf.

Spä­ter wur­den die Bo­den­pro­ben im La­bor un­ter­sucht.