BSGler bilden sich politisch in Berlin
„Reisen bildet!“ – Das sagte schon Aristoteles. Genau deshalb ermöglicht das BSG seinen Schülern während ihrer Schullaufbahn so einige Bildungsfahrten. Denn diese schaffen nicht nur wertvolle Erinnerungen, sondern sind ganz wesentlicher Bestandteil der umfassenden Allgemeinbildung, die ein Gymnasium vermitteln soll.
So begaben sich die 11. Klassen in der Woche vor den Osterferien gemeinsam mit ihren Lehrern und organisiert von der Fachschaft Politik und Gesellschaft in den Norden, genauer in die Bundeshauptstadt Berlin. Dort begann alles mit einer Flussrundfahrt auf der Spree bei strahlendem Sonnenschein. Erste Eindrücke der Großstadt konnten vom Wasser aus gesammelt werden, bevor man richtig in die Politik eintauchte und den Deutschen Bundestag besichtigte. Beim Durchschreiten des Parlaments, dem Herzstück der bundesdeutschen Staatlichkeit, wurde das Wissen der BSGler über Aufgaben und Befugnisse des Verfassungsorgans aufgefrischt. Danach stellte sich Frau Engelhardt-Kopf, Abgeordnete und Staatssekretärin für ein reges und lehrreiches Gespräch zur Verfügung. Dieser erste, so erlebnisreiche Tag fand seinen Abschluss mit einem atemberaubenden Blick über die Hauptstadt von der Kuppel des Reichstagsgebäudes und einem Abendessen im „Lampenladen.“
Wer A sagt muss bekanntlich auch B sagen und so war es mehr als sinnvoll am zweiten Tag auch die zweite parlamentarische Kammer, nämlich den Bundesrat, zu besichtigen. Im ehemaligen Preußischen Herrenhaus, in dem heute die Ländervertretung auf Bundesebene untergebracht ist, konnten die Schüler anhand eines Planspiels eine Bundesratssitzung unter realistischen Bedingungen selbst durchführen. Ein Abstecher in die direkt benachbarte „Mall of Berlin“ gehörte ebenso zum Tagesprogramm.
Wohl an keinem anderen Ort in der Bundesrepublik kann man derart viele bedeutende Orte deutscher Geschichte seit 1871 besichtigen wie in Berlin. So waren sowohl der Besuch der Mauer-Gendenkstätte „Bernauer Straße2 als auch eine thematische Stadtführung zum Thema Nationalsozialismus selbstverständlicher Bestandteil der Exkursion. OStR Nasdal gab als Zeitzeuge und geborener Berliner interessante Einblicke in das Ost-Berlin der DDR. OStR Fendl stärkte und vertiefte das Bewusstsein der Schüler für die Zeit des Nationalsozialismus mit einer selbstkonzipierten Stadtführung. Diese endete im Dokumentationszentrum „Topografie des Terrors“. Die Verbrechen der Nationalsozialisten wurden den BSGlern zudem durch den Besuch des am Deutschen Theater gastierenden Puppenspiels „F. Zarwel“ mit dem Thema Euthanasie, einer Führung durch einen ehemaligen Luftschutzraum unter dem Bahnhof Gesundbrunnen sowie der Besichtigung der Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“ aufgezeigt.
Doch was wäre eine Berlinreise, wenn nur Geschichte und Politik im Fokus ständen. Selbstverständlich erlebten die BSGler Berlin als lebendige Metropole der Gegenwart in all ihrer kulturellen und kulinarischen Vielfalt: Der Berliner Zoo, Madame Tussauds und der Berlin Dungeon wurden besichtigt. Auf dem Ku’damm flanierte man wie richtige Großstädter und im Kaufhaus des Westens staunte und kaufte man.
Und so ging es letztlich mit dem ein oder anderen neuen Wissen, auf jeden Fall aber mit vielen schönen Erinnerungen wieder den heimatlichen Hügelketten des Bayerwalds entgegen.
(von Paul W., 11a)
Das Schuljahr im Blick