Das BSG hat eine neue Liebe: Das Zukunftslabor
Ausgerechnet am vorgezogenen Valentinstag des Bad Kötztinger Gymnasium öffnete ein besonderer Ort seine Türen: das BSG-Zukunftslabor. Entstanden ist dieser Raum mit hochmoderner Ausstattung aus einer tiefen Leidenschaft heraus – der Liebe zur Wissenschaft. Mit dem BSG-Zukunftslabor schafft die Schule eine Möglichkeit für technikbegeisterte Schüler, Innovationen nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern selbstständig anzuwenden und weiterzuentwickeln.
Im Zentrum des Labors stehen zwei Schlüsseltechnologien unserer Zeit: 3D-Druck und Virtual Reality. Gleich 16 3D-Drucker unterschiedlicher Bauart bilden das Herzstück der neuen Lernumgebung. Sie kommen in verschiedensten Unterrichtsprojekten zum Einsatz – von individuellen Experimenten in der Forscherklasse über den Wahlkurs 3D-Druck, der derzeit an einem eigenen BSG-Monopoly arbeitet, bis hin zum P-Seminar, das ein detailgetreues Modell des Schulgebäudes entstehen lässt.
Auch virtuelle Welten werden im Zukunftslabor zugänglich: Ein Klassensatz VR-Brillen ermöglicht Lernreisen, die im normalen Klassenzimmer unmöglich wären. Schwups befindet man sich im historischen Rom und schlendert durch das Colosseum, schwups besucht man schnell mal den Mars oder erlebt die Internationale Raumstation. Auch interaktives Teamwork in den so lebensechten digitalen Räumen ist möglich.
Das Zukunftslabor bietet neben den digitalen Technologien noch mehr: Arbeitsplätze zum Mikroskopieren, Brutapparate, Wärmeschränke, eine Werkbank für praktisches Arbeiten sowie eine kleine Ecosphäre – ein in sich geschlossenes Mini-Ökosystem – erweitern das Spektrum. Hier können ökologische Zusammenhänge untersucht, Experimente durchgeführt und eigene Forschungsfragen verfolgt werden.
Besonders wichtig ist der verantwortlichen Lehrkraft, dass Raum und technisches Equipment nicht nur im Unterricht genutzt werden. „An zwei Tagen pro Woche kann jeder BSGler das Labor frei nutzen. Jeder kann eigene Ideen verwirklichen– sei es beim Konstruieren, Experimentieren oder Forschen,“ so OStR Karsten Nasdal. „Denn Geräte wie 3D-Drucker, Mikroskope oder Brutautomaten stehen ja bei den meisten Jugendlichen nicht einfach so zu Hause herum.“ Das Zukunftslabor schließt diese Lücke und eröffnet neue Wege des selbstständigen Lernens und Forschens.
Mit dem BSG-Zukunftslabor entsteht am Benedikt-Stattler-Gymnasium ein Ort, an dem Neugier, Kreativität und technische Bildung zusammenfinden, ein Raum, in dem Zukunft nicht nur gedacht, sondern mit Leidenschaft gestaltet wird – weit über den Valentinstag hinaus.
von OStR Karsten Nasdal
Das Schuljahr im Blick