Das große Schwitzen schon vor dem Wandern
Die 10. Klassen wanderten durch die Dolomiten
Der Schweiß floss in Strömen, obwohl der erste Schritt bergauf noch gar nicht getan war. Denn die Klimaanlage des Busses konnte den Temperaturen an einem der heißesten Tage des Jahres kaum die Stirn bieten. Eine Umleitung kurz vor dem Ziel verlängerte die Fahrt der 47 BSG-Schüler der 10. Jahrgangsstufe und der begleitenden Lehrkräfte nach Kastelruth in Südtirol sogar noch, sodass die Gebirgswanderwoche ihren Teilnehmern von Beginn an Durchhaltevermögen abverlangte. Dieses unter Beweis zu stellen, machte allerdings am Berg deutlich mehr Spaß als im Bus.
Bestes Wanderwetter ermöglichte die erfolgreiche Durchführung von allen vier geplanten Touren. Fast schon mühelos erklomm man bereits am Tag nach der anstrengenden Anreise den Puflatsch – quasi zum Aufwärmen. Der Schlern gab sich dann zwar nicht mehr ganz so leicht geschlagen, hatte der hervorragenden Kondition der wohlgelaunten Zehntklässler schließlich aber nichts mehr entgegenzusetzen.
Etwas müde Beine und eine paar Blasen trug man dennoch davon, sodass der Ruhetag in Bozen tags darauf gerade recht kam. Im Südtiroler Archäologiemuseum bestaunte man den Ötzi und beneidete ihn sicher zumindest ein klein wenig um seine Kühlkammer. Erfrischung brachte dann aber der Hotelpool, der die Gymnasiasten wieder so weit herstellte, dass der Ruf des Berges am nächsten Tag wieder verlockend klang.
Wahlweise konnten Langkofel und Plattkofel umrundet oder gar dem Plattkofel auf den Gipfel gestiegen werden. Dabei schloss man Bekanntschaft mit Murmeltieren und Gämsen und konnte von Glück sprechen, dass sich unter den zahlreichen Spezialtäten der Südtiroler Küche auch die im Bayerwald wohlbekannte Schweinshaxe als Mittel zur Stärkung fand.
Fantastische Ausblicke auf atemberaubende Landschaften bot die letzte Wanderung, die man am Grödner Joch antrat. Beim Aufstieg zur Puez-Hütte wanderte man durch Landschaften, die man eher auf dem Mond erwarten würde, während man sich beim anschließenden Abstieg ins Langental im Grand Canyon wähnte. Besonders spektakulär fanden viele dabei den Hubschrauber, der mehrfach über die Köpfe der Wanderer hinwegdonnerte, um die eben besuchte Hütte mit Frischwasser zu versorgen.
Dankbar und stolz genoss man dann den letzten Abend im Hotel, wo man für die Heimfahrt durch die nicht nachlassende Sommerhitze noch einmal Kraft tankte.
OStR Marco Brem
Die Touren waren abwechslungsreich mit vielen, vielen Wow-Momenten