Mahnmal für die Menschlichkeit
Die 10. Klassen des BSG besuchten die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg
Dass ausgemergelte, gequälte und geschundene Gestalten aus dem KZ Flossenbürg im Frühjahr 1945 auch durch unsere Gegend in Richtung Dachau getrieben wurden wie Tiere und viele von ihnen direkt am Straßenrand elend zugrunde gingen, machte die Schüler sehr betroffen, genauso wie die Orte der Barbarei im Lager selbst, in dem Tausende von Unschuldigen gelitten und ihr Leben verloren haben.
Auch nach so vielen Jahren ist das Mitgefühl mit den Opfern immer noch lebendig; das Gedenken darf sich nicht abnutzen, wenn wir ein Land sein wollen, das ehrlich ist und menschlich. Dass es eine logische Unterscheidung gibt zwischen Schuld und Verantwortung, wurde den Schülern auch klar. Wir können nichts für die Gräueltaten der Nazis, aber wir müssen uns bewusst sein, dass Gesellschaften in Irrsinn und Gewalt ausarten können. Der Artikel 1, der die Unantastbarkeit der Menschenwürde garantiert, schützt uns davor. Hoffentlich. Dieses Gebot zu pflegen und zu ehren, ist der zentrale Gegenstand unseres Gemeinwesens. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein – ohne Respekt und Empathie können wir nicht zusammenleben, weder in einer Schulklasse noch in einem Staat.
Das technokratische Lagersystem sowie die durchplante Vernichtung menschlichen Lebens wurde in den museal hochwertig aufbereiteten Ausstellungsräumen vertieft und an den Freilichtplätzen wie dem Steinbruch, dem Krematorium oder dem Außengelände mit den angedeuteten Baracken nachvollziehbar: