Picknicken, Public Viewing und ein Stadtfest - BSGler in der Schweiz

Bei der Anreise ahnte noch niemand von uns, welche unvergessliche Woche vor uns liegen würde. Ziemlich müde trafen wir uns schon frühmorgens am Bahnhof in Cham, um zu uns begleitet von sommerlicher Hitze auf den Weg zu unseren Schweizer Austauschschülern zu machen. Bereits im September – bei ihrem Besuch in unserer Heimat – hatten wir unsere Partner kennengelernt und uns von Anfang an bestens verstanden.  Trotz der chaotischen Anreise und einem kurzen, ungeplanten Abstecher zur Haltestelle „Flughafen München“, wo wir alle darüber nachdachten, ob Fliegen nicht doch die bessere Alternative gewesen wäre, kamen wir schließlich in Biel an. Dort warteten unsere Gastfamilien und empfingen uns herzlich.

Bereits der erste Tag zeigte, was Biel alles zu bieten hat. Mit dem Schiff fuhren wir auf dem Bielersee nach Neuchâtel, verbrachten dort den Tag, genossen die wunderschöne Natur und das sommerliche Wetter. Pünktlich schafften wir es zurück zum Public Viewing: Schweiz gegen Kanada. Zum Glück gewann die Schweiz, was bestimmt an unserer lautstarken bayerischen Unterstützung lag.

Neben ihrer Uhrenkunst ist die Schweiz berühmt für ihre Schokolade. So besuchten wir tags darauf die Schweiz Chocolaterie „Camille Bloch“, wo wir nicht nur viel über den Herstellungsprozess von Schokolade erfuhren, sondern uns auch dem Naschen der ein oder anderen Köstlichkeit hingeben durften.  

Nicht nur Biel konnten wir während unseres Aufenthalts entdecken. Auch die wunderschöne, französisch geprägte Stadt Lausanne öffnete für uns ihre Tore. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Olympischen Museums. Dort konnten wir viel über die Geschichte der Olympischen Spiele erfahren und zahlreiche Ausstellungsstücke bestaunen, darunter originale Sportbekleidung und olympische Fackeln. Viele Themen, mit denen wir uns im Rahmen der Wissenschaftswoche im Februar beschäftigt hatten, begegneten uns. Es blieb noch genügend Zeit, die Altstadt auf eigene Faust zu erkunden. Beim Einkaufen konnten wir unsere Französischkenntnisse unter Beweis stellen – auch wenn wir uns manchmal mit einer Mischung aus Deutsch, Französisch, Englisch und ein paar Handzeichen verständigten, funktionierte die Kommunikation erstaunlich gut.  

Das Wochenende gestalteten unsere Gastfamilien ganz individuell: Während viele ihre Zeit am Bielersee oder auf der Braderie, dem bekannten Stadtfest Biels, verbrachten, probierten andere typische Schweizer Spezialitäten wie Fondue oder erkundeten die Hauptstadt Bern. Ganz gleich, wo, wie oder mit wem das Wochenende verbracht wurde, die gemeinsame Zeit verging einfach viel zu schnell.

(von Magdalena B. und Johanna F., 11a)

Das Schuljahr im Blick