Wenn der Funk(e) überspringt …

BSGler auf Besuch im Chamer Rundfunkmuseum

Man mag es nicht glauben, recht versteckt im Chamer Industriegebiet befindet sich mit dem „Rundfunkmuseum“ die größte und vielfältigste Einrichtung dieser Art deutschlandweit. „In Bezug auf unser Thema kann selbst das Deutsche Museum nicht mithalten“, sagt Michael Heller, Gründer und begeisterter Spiritus Rector, also die treibende Kraft der Attraktion. Für die BSG-Schüler, die sich in den letzten Jahren durch besondere Interessen und Leistungen ausgezeichnet hatten, war wirklich alles geboten: Blitzgeneratoren mit extrem hoher Voltzahl, Nachbauten von Teslas genialen Wechselstromerfindungen, ein originaler Phonograph von Edison, vielfältigste Röhrenradios aus den bewegten Anfängen des Rundfunks, solch abenteuerliche Technik wie Telefone mit Wählscheiben oder auch knisternde Klassiker von Zarah Leander und funkige Songs aus einer echten Musicbox. Mit großem Knowhow brachte das Museumsteam den jungen Leuten alte Zeiten, bahnbrechende Erfindungen und Geheimnisse der Strom- und Funkphysik näher.

„Ein echtes Highlight, das wir da vor der Haustür haben“, sagte eine der Schülerinnen beeindruckt. Letztlich waren sich alle einig, dass zweieinhalb Stunden für einen Besuch im Chamer Rundfunkmuseum fast zu wenig sind. Demnächst wird es in „Deutsches Rundfunkmuseum“ umbenannt und auch ein kleines Café hinzubekommen. Wenn dann bei Kaffee und Kuchen alte Schellackklassiker ertönen, werden die BSGler sicher noch lieber an diesen Ort zurückfinden, der wie eine technisch geniale Zeitkapsel anmutet.

Das Schuljahr im Blick